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Grizzlybären "nicht länger bedroht"

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Grizzlybären "nicht länger bedroht"

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Grizzlys nicht länger gefährdet?


Seit 1975 stehen Grizzlybären in den USA auf der Liste der bedrohten Tierarten (Endangered Species Act, ESA), doch das wird sich bereits Ende Juli 2017 ändern. Der zuständigen US-Behörde zufolge haben sich die Bestände der bedrohten Tierart deutlich erholt, inzwischen leben in dem fast 9000 Quadratkilometer großen Yellowstone National Park geschätzte 700 Tiere. Der größte Teil des Yellowstone National Parks liegt in Wyoming, doch auch die US-Bundesstaaten Idaho und Montana haben daran einen Anteil. Im Jahr 1975 zählte man gerade mal noch 136 Tiere, seitdem haben Bemühungen zum Schutz der Bären die angestrebten Erfolge erzielt.

Rettung des Grizzly: Eine Erfolgstory


Laurie Wolf, Sprecherin des Montana Fish, Wildlife and Parks erklärt:“Im großen und ganzen ist das eine riesige Erfolgsstory und die Menschen in Montana sind begeistert, dass sich mit unserer Hilfe eine vom Aussterben bedrohte Tierart wieder in zwei Ökosystemen verbreitet hat.”

Jagd auf Bären wieder möglich


Weil Grizzlys nicht länger als “bedrohte Tierart” gelten, können sie dann außerhalb der Nationalparkgrenzen wieder gejagt werden. Sollten die Grizzlybären nicht länger unter Schutz stehen, obliegt die Überwachung der Grizzlypopulation und die Einhaltung der Jagdeinschränkungen den staatlichen Behörden. Darin sehen nicht nur Naturschützer eine Gefahr, auch für die indigene Bevölkerung Nordamerikas ist der Grizzlybär ein heiliges Tier: Sie haben angekündigt, die Entscheidung vor Gericht anzufechten.

Insgesamt tummeln sich in den weiten nordamerikanischen Wäldern geschätzte 2000 Grizzlys, so die staatlichen Tierschützer. Im 19. Jahrhundert gab es etwa 50.000 der beeindruckenden Tiere, doch bereits um 1950 waren 98 Prozent durch Jagd und Vergiftung davon ausgerottet.

USA: Grizzly Bears