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Ende einer Ära: Israelische Armee ersetzt Lamas durch Roboter

Die Automatisierung trifft nicht nur den Menschen, auch Israels Lamas könnten bald arbeitslos sein.

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Ende einer Ära: Israelische Armee ersetzt Lamas durch Roboter

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Die Truppen der israelischen Armee (IDF) werden ab September testweise Roboter einsetzen. Diese sollen vorrangig zum Transport schwerer Feldausrüstung dienen – eine Aufgabe, die bisher von Lamas übernommen wurde.

Laut israelischen Medien gibt es vorerst keine Pläne, die Roboter zu bewaffnen. Die infantry robotic porters (Infanterierträger-Roboter) werden in Israel gefertigt, und können bis zu 500 Kilogramm Wasser, Nahrung, Munition und Ähnliches tragen. Zusätzlich können mit ihrer Hilfe Soldaten aus Kampfzonen in Sicherheit gebracht werden.

Zuvor leisteten Lamas diese Arbeit: Vor allem im Zweiten Libanonkrieg dienten die Tiere dem Transport von Ausrüstung. Nach einer Weile wurde allerdings kritisiert, dass die Lamas die Truppen bremsten.

Die Vorteile der Roboter sind laut IDF, dass sie auf jedem Terrain einsetzbar sind und auch aus der Ferne gesteuert werden können. In der Zukunft könnten sie sogar selbstständig navigieren.

Sie bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 km/h fort und werden mit Batterien angetrieben, die eine Lautzeit von bis zu acht Stunden haben, bevor sie aufgeladen werden müssen.

“Um ihre Kapazitäten auszutesten”, sollen die Maschinen nun auf Testbasis eingesetzt werden, wie ein Offizier gegenüber israelischen Medien sagte.