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Brüssel "befremdet" über US-Alleingang bei Sanktionen gegen Russland

Die vom US-Kongress angestrebte Verschärfung der US-Sanktionen gegen Russland hat in Brüssel Irritationen ausgelöst.

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Brüssel "befremdet" über US-Alleingang bei Sanktionen gegen Russland

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Die vom US-Kongress angestrebte Verschärfung der US-Sanktionen gegen Russland hat in Brüssel Irritationen ausgelöst.

Die EU-Kommission äußerte sich befremdet über das unabgesprochene US-Vorgehen.

Kommissionssprecher Margaritis Schinas sagte vor Journalisten, Washingtons Pläne könnten die Energieversorgung und damit Sicherheitsinteressen der EU beeinträchtigen.

Brüssel aktiviere daher alle diplomatischen Kanäle, um die Sorge der EU den Amerikanern zu übermitteln.

Die geplanten US-Sanktionen nehmen vor allem die russische Energiebranche ins Visier, aber auch die Finanz-, Metall- und Bergbauindustrie.

Die bisherigen Sanktionen waren in enger Abstimmung zwischen den USA und den Europäern beschlossen worden, erklärt Kristine Berzina vom German Marshall Fund.

Die Situation in Washington habe sich allerdings geändert, da der Kongress eine größere Rolle spielen wolle, gerade bei der Formulierung der transatlantischen Beziehungen zum Thema Sanktionen gegen Russland.

Europa wolle darüber aber einen Dialog mit Washington führen.

Unklar ist bislang, ob US-Präsident Donald Trump das Gesetzesvohaben im Kongress unterstützt – oder ob er es mit seinem Veto zu Fall bringt.