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Revolutionär, Nationalheld, Mythos: Kuba ehrt Che Guevara zum 50. Todestag

Zum 50. Todestag ehrt Kuba einen Helden seiner Revolution, den argentinische Guerillero Ernesto Guevara, besser bekannt als Che.

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Revolutionär, Nationalheld, Mythos: Kuba ehrt Che Guevara zum 50. Todestag

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Zum 50. Todestag ehrt Kuba einen Helden seiner Revolution, den argentinische Guerillero Ernesto Guevara, besser bekannt als Che. Seine sterblichen Überreste liegen im kubanischen Santa Clara, rund 300 Kilometer östlich der kubanischen Haupstadt Havanna.

Dort finden auch die offiziellen Feierlichkeiten anlässlich seines Todes statt, doch eigentlich ist Che auf Kuba überall präsent. Von Reklametafeln, Fassaden und Tshirts strahlt das wohl prominenteste Porträt des Revolutionärs in Havanna.

Für viele junge Menschen auf Kuba bleibt Che ein Vorbild im Kampf für eine gerechtere Welt.

“Die bestehende Ungleichheit heute ist größer als damals. Die Probleme, denen sich die Welt stellen musste als Che seinen Kampf führte sind HEUTE wesentlich größer und schlimmer. Das heißt, wir brauchen junge Ches, Männer und Frauen, die diesen Kampf fortsetzen und Fortschritte erreichen.”, sagt der jüngste Bruder des Revolutionärs auf einer Che-Ausstellung in Buenos Aires.

Che Guevara war eines der vier Kinder der gut situierten, argentinischen Familie. Che studierte Medizin und reiste durch Südamerika, erst mit dem Motorrad und später per Anhalter. In Guatemala lernte er Fidel Castro kennen, mit ihm kämpfte er gegen von den USA unterstützten Diktator Fulgencio Batista. Zum Nationalhelden Kubas wurde er mit Sieg der Revolution 1959 an der Seite von Fidel Castro gegen den Diktator Fulgencio Batista.

Mitte der 1960er Jahre zog es ihn erneut in die Ferne. Zunächst ging er in den Kongo, um dort für den politischen Umbruch zu sorgen. Als dieses Vorhaben scheiterte, kehrte er nach Südamerika zurück und kämpfte in Bolivien für die Revolution. Doch er und seine Mitstreiter werden von Bauern verraten und am 8. Oktober 1967 von Militärs in dem Dorf La Higuera eingekesselt. Einen Tag später wurde er dort erschossen.

Die Umstände seines Todes in Bolivien ließen den international verehrten Revolutionär zum Mythos werden.