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Jerusalem-Frage: Macron und Netanjahu uneinig

Frankreichs Präsident und Israels Regierungschef kamen in Paris zu einem Treffen zusammen. In mehreren Städten gab es Proteste.

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Jerusalem-Frage: Macron und Netanjahu uneinig

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Bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Paris hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Israel zu - so wörtlich – „mutigen Gesten den Palästinensern gegenüber" aufgefordert.

Seit der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, kommt es zwischen Israelis und Palästinensern verstärkt zu Feindseligkeiten.

„Ich habe Ministerpräsident Netanjahu gesagt, dass ich die Erklärung des US-Präsidenten missbillige. Frankreich sieht diese als unvereinbar mit internationalem Recht an - und gefährlich für den Frieden, weil diese Erklärungen für die Sicherheit - auch für die Sicherheit Israels und der Israelis - nicht hilfreich sind", so Macron.

Netanjahu hielt verbal dagegen: „Es ist mir ein Vergnügen, Sie hier in Paris wiederzusehen. Paris ist die Hauptstadt Frankreichs, Jerusalem die Hauptstadt Israels. Es ist seit 3000 Jahren die Hauptstadt Israels und seit 70 Jahren die Hauptstadt des jüdischen Staates. Wir achten Ihre Geschichte und Ihre Entscheidungen und wissen, dass sie unsere als Freunde ebenfalls respektieren."

In Paris und anderen französischen Städten kam es zu Protesten gegen den Netanjahu-Besuch. Die Demonstranten warfen Macron Scheinheiligkeit vor. Einerseits verurteile dieser die Trump-Entscheidung, empfange gleichzeitig aber den israelischen Regierungschef.