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Goldenes Zeitalter der Ozeanriesen

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Goldenes Zeitalter der Ozeanriesen

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Der Duft der großen weiten Welt weht durchs Londoner Victoria and Albert Museum. Mit dem 20. Jahrhundert begann das goldene Zeitalter der Ozeanriesen, die gleichzeitig für Abenteuerertum, Weltläufigkeit und teils ausschweifenden Luxus standen.

Ko-Kurator Daniel Finamore vom Peabody Essex Museum in Salem, Massachusetts:

"Es war der Moment echter Internationalisierung, Globalisierung und kulturübergreifender Verbindungen. Diese Schiffe waren keine reinen Fortbewegungsmittel. Sie transportierten auch Ideen, Werte, künstlerische Ideen."

Ko-Kuratorin Ghislaine Wood vom Sainsbury Centre for Visual Arts an der Universität East Anglia:

"Für viele Menschen war der Aufenthalt an Bord das intensivste Erleben der modernen Welt. Das lag vor allem an den Auswanderern auf dem Weg nach Amerika oder Südamerika. Ihr erster Kontakt mit moderner Technologie war der Gang an Bord, um einem neuen Leben entgegenzusteuern."

Die Exklusivität an Bord war in den 20er und 30er Jahren - anders als heute - garantiert. Auf gegenwärtige Verhältnisse umgerechnet, lag der Preis für eine Transatlantikpassage noch im Jahr 1953 bei rund 15.000 Euro - berichten die Kuratoren.

250 Objekte illustrieren die maritime Ausstellung, darunter Gemälde, Skulpturen und Möbelstücke. Mit Blicken hinter die Kulissen wird auch der kulturelle Einfluss der Ozeanriesen beleuchtet.

Die Ausstellung "Ocean Liners: Speed and Style" ist bis Mitte Juni in London zu sehen.

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