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Trump ernennt Hardliner zum 3. Nationalen Sicherheitsberater in gut einem Jahr

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Trump ernennt Hardliner zum 3. Nationalen Sicherheitsberater in gut einem Jahr

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Neuer spektakulärer Personalwechsel im Weißen Haus: US-Präsident Donald Trump ernennt den dritten Nationale Sicherheitsberater in seiner erst gut ein Jahr dauernden Amtszeit. Der als
außenpolitischer Hardliner bekannte frühere US-Botschafter bei den
Vereinten Nationen, John Bolton, werde neuer Nationaler
Sicherheitsberater, gab Trump bekannt. Er werde zum 9. April das Amt des als deutlich moderater eingestuften Herbert Raymond McMaster einnehmen.

«Um den Iran von der Bombe abzuhalten, braucht es eine Bombe»

John Bolton künftiger Nationaler Sicherheitsberater der USA

Bolton gilt als außenpolitischer Hardliner, als sogenannter Falke.
Während der Regierungszeit von Präsident George W. Bush war er einer
der glühendsten Verfechter des Irak-Kriegs. Als Bush ihn für den
Posten des UN-Botschafters nominierte, wandten sich mehr als 100
US-Diplomaten in einem offenen Brief gegen diese Wahl.
Im März 2015 erschien in der «New York Times» ein Gastbeitrag zur Iran-Politik Barack Obamas. Tenor: «Um den Iran von der Bombe abzuhalten, braucht es eine Bombe.» Autor Textes war John Bolton.

Anfang 2017 hatte Michael Flynn im Zuge der Russland-Affäre
nach nur wenigen Tagen im Amt gehen müssen, nachdem er die Unwahrheit gegenüber Vizepräsident Mike Pence gesagt hatte.

Erst vor wenigen Tagen war es zu einem erneuten Skandal im Weißen
Haus gekommen, als Trump Wladimir Putin zum Wahlsieg gratulierte und
bekannt wurde, dass ihm Berater einen gegenteilige Empfehlung gegeben
hatten. Dass dies öffentlich wurde, wird von manchen Beobachtern McMaster angekreidet.

LASST HARDLINER UM MICH SEIN

Laut Beobachtern versammelt Trump auf entscheidenden Posten mehr und mehr politische Hardliner um sich. Erst vor kurzem hatte sich Trump von Außenminister Rex Tillerson getrennt. Nachfolger soll der erklärte Iran-Kritiker Mike Pompeo werden, bisher Direktor des Geheimdienstes CIA und wie Bolton ein erklärter Kritiker des Atomdeals mit dem Iran. Auf den vergleichsweise umsichtig vorgehenden Wirtschaftsberater Gary Cohn soll Larry Kudlow folgen, er gilt ebenfalls als Mann der harten Hand .

su mit dpa