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Russland darf im Fall Skripal nicht mitermitteln

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Russland darf im Fall Skripal nicht mitermitteln

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Im Fall Skripal wird Russland vorerst nicht in die Untersuchungen einbezogen.

Die Organisation für ein Chemiewaffenverbot OPCW lehnte einen Antrag ab, der eine unabhängige Untersuchung mit russischer Beteiligung erwirken sollte.

Russland misstraut den britischen Ermittlungen. Daneben untersucht auch die OPCW selbst den Nervengiftanschlag auf Sergej Skripal und seine Tochter.

Die Ergebnisse sollen Anfang nächster Woche vorliegen und in einen Bericht einfließen.

Der russische Vertreter bei der OPCW Alexander Schulgin äußerte aber Zweifel daran, dass Russland über diese Ergebnisse unterrichtet würde.

Das hänge von Großbritannien ab, sagte Schulgin, auf dessen guten Willen man jedoch nach den Erfahrungen in dieser Sache nicht rechnen könne.

Sergej Skripal, ein ehemaliger russischer Doppelagent, und seine Tochter waren vor einem Monat in der englischen Stadt Salisbury vergiftet worden. Er schwebt weiter in Lebensgefahr, ihr geht es besser.

Bei dem Anschlag wurde ein hochwirksames Nervengift verwendet, wie es in der Sowjetunion entwickelt wurde. Großbritannien macht daher Russland dafür verantwortlich. Russland bestreitet das jedoch.

Das Forschungslabor der britischen Armee, das das Gift untersuchte, teilte jetzt mit, es könne dessen Herkunft nicht klären.

Die britische Regierung hält ihre Anschuldigung Russlands aber aufrecht und erklärte, dazu sei sie auch auf Grund anderer Erkenntnisse gelangt.