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Skripals Meerschweinchen tot im Haus aufgefunden

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Skripals Meerschweinchen tot im Haus aufgefunden

Skripals Meerschweinchen tot im Haus aufgefunden
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REUTERS/Hannah McKayS
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Während sich der Zustand Sergei Skripals offenbar verbessert, haben britische Behörden mitgeteilt, dass die Haustiere des russischen Ex-Spions tot sind.

Skripal war am 4. März bewusstlos mit seiner Tochter auf einer Parkbank aufgefunden worden. Offiziellen Angaben zufolge wurden sie mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet, mit dem sie am Wohnhaus in Wiltshire in Kontakt gekommen waren.

"Als ein Tierarzt das Haus zum ersten Mal betreten konnte, waren zwei Meerschweinchen tot", erklärte eine Sprecherin der britischen Regierung. "Eine Katze wurde in einem notleidenen Zustand vorgefunden und der Tierarzt beschloss, das Tier einzuschläfern."

Die Entscheidung sei im besten Interesse des Tieres und seines Wohlergehens getroffen worden.

Skripals Haus war zu einem wichtigen Ermittlungsort geworden, nachdem die London Metropolitain Police bekanntgab, dass die höchste Konzentration des nachgewiesenen Nervengifts an der Haustür des Wohnhauses nachgewiesen wurde. Zuvor war es von der Polizei abgeriegelt worden.

Anfang dieser Woche hatte das russische Außenministerium Bedenken über das Wohlergehen von Skripals Haustieren geäußert und Informationen zu ihrem Verbleib gefordert.

Beweise vernichtet?

"Wo sind die Tiere, in welchem Zustand sind sie? Warum schweigt die britische Seite darüber?", fragte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa in Moskau.

"Wenn Giftstoffe benutzt wurden, dann müssen die Lebewesen gelitten haben", sagte sie weiter.

Die russische Außenamtssprecherin sagte laut einem Bericht des Portals Sputnik in einem Facebook-Post, "wichtige Zeugen" seien "erledigt" worden. Sie sagte, dass in dem Militärlabor Porton Down nahe Salisbury Versuche mir Nervengas an Meerschweinchen durchgeführt worden seien.

Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja sprach bei einem Treffen des UN-Sicherheitsrats von zwei Meerschweinchen und zwei Katzen.

Britische Behörden erwähnten keine zweite Katze und machten keine genauen Angaben zur Todesursache der Meerschweinchen. Die Vermutung liegt nahe, dass sie verhungerten.