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Nach Syrien-Schlag: Griechen befürchten Flüchtlingswelle

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Nach Syrien-Schlag: Griechen befürchten Flüchtlingswelle

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In Athen haben rund 5000 Menschen gegen die Militärschläge der USA, Großbritanniens und Frankreichs in Syrien demonstriert. Vor der US-Botschaft verbrannten einige Demonstranten amerikanische Flaggen. An dem Protest nahmen offenbar hauptsächlich Mitglieder und Sympathisanten der Kommunistischen Partei Griechenlands teil.

Ihre Wut richtete sich vor allem gegen die USA und Präsident Donald Trump. „Die Amerikaner sind Mörder“, schrieben Protestteilnehmer mit roter Farbe auf den Boden. Die griechische Regierung hatte bereits vor den Angriffen von Samstagnacht gegen einen militärischen und für einen diplomatischen Weg aus der Syrienkrise plädiert.

Ziad Alis ist anderer Meinung. Er ist vor der Gewalt in Ost-Ghouta nach Griechenland geflohen. „Assad ist ein großer Verbrecher. Er ist wie ein Tier. Auch Trump hat gesagt, dass Assad ein Tier sei“, sagt Alis. „Ich bin froh über die Aktion. Denn die Russen tuen rein gar nicht. Und der Iran und die Hisbollah bringen uns auch nur um.“

Doch viele Griechen befürchten, dass die Folgen der neuen Gewalt in Syrien auch im eigenen Land spürbar werden. Ein Lehrer sagt: „Der Flüchtlingszustrom nach Griechenland nimmt nicht ab, im Gegenteil er wird mit der Zeit nur größer. Da die griechische Wirtschaft schon jetzt schwach ist, wird das allmählich zum Kollaps führen.“

Mit den steigenden Temperaturen versuchen derzeit wieder mehr Menschen, über Griechenland nach Europa zu fliehen. Die meisten bleiben in den überfüllten Lagern auf Inseln wie Lesbos stecken.