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Nicaragua: Präsident zieht Reform nach Protesten mit 25 Toten zurück

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Nicaragua: Präsident zieht Reform nach Protesten mit 25 Toten zurück

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In Nicaragua hat Präsident Daniel Ortega seine umstrittenen Reformpläne, die auch zu Rentenkürzugen führen sollten zurückgezogen. Bei tagelangen blutigen Protesten mit Straßenschlachten waren mindestens 24 Menschen ums Leben gebkommen. Es waren die bislang heftigsten sozialen Proteste gegen die Regierung von Präsident Ortega.

Zuletzt wurden wie hier in Managua auch Geschäfte geplündert. Der Präsident sagte in einer Rede an die Nation, er wolle die Ordnung wiederherstellen. Dabei zeigte er trotz seines Einlenkens kaum Verständnis für die Protestierenden.

Auch die Bischofskonferenz hatte sich gegen die Reformen ausgesprochen.

Die Proteste richteten sich gegen eine Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge um bis zu 22,5 Prozent und geringere Renten.

Nicaragua ist das zweitärmste Land Lateinamerikas, der Mindestlohn liegt bei etwa 170 US-Dollar pro Monat.