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Otto Warmbiers Eltern verklagen Nordkorea

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Otto Warmbiers Eltern verklagen Nordkorea

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REUTERS/Jonathan Ernst
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Die Familie des gestorbenen amerikanischen Studenten Otto Warmbier hat Nordkorea wegen «brutaler Folter und Mord» verklagt.

Fred und Cindy Warmbier reichten bei einem Bundesgericht in der US-Hauptstadt Washington eine Klage ein, wie es in einer Mitteilung der Familie hieß. In ihr beschrieben sie detailliert, wie ihr Sohn in den 17 Monaten seiner Gefangenschaft vom Regime des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un misshandelt worden sei.

Ende 2015 war der damals 21-jährige Otto Warmbier nach einer Gruppenreise in dem Land festgenommen und wegen «feindlicher Handlungen gegen den Staat» zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Er hatte zugegeben, ein Propaganda-Poster entwendet zu haben.

Während der Haft fiel Warmbier ins Koma. Wenige Tage nach seiner Rückkehr in die USA im Juni 2017 starb er.

Die Klage der Eltern fällt in eine Zeit der diplomatis chen Annäherung: US-Präsident Trump will Kim voraussichtlich Ende Mai oder Anfang Juni treffen.