Moldau-Wahl: Maia Sandu und ihren Westkurs

Die liberale Partei PAS hat die Parlamentswahl in der Republik Moldau gewonnen. Laut Wahlleitung entfielen auf die von Staatspräsidentin Maia Sandu gegründete Partei 48 Prozent der Stimmen. Die PAS spricht sich für einen westlichen Kurs aus. Der Parteivorsitzende Igor Grosu sagte: „Die Menschen haben gewählt, ihre Hoffnung ist, dass wir morgen eine bessere Zukunft haben werden."
Die Sozialistische Partei unter der Leitung des ehemaligen Staatspräsidenten Igor Dodon, der für eine enge Zusammenarbeit mit Russland wirbt, erhielt mit rund 31 Prozent den zweithöchsten Stimmanteil. „Der kommunistische und sozialistische Block wird mit einem guten Ergebnis aufwarten", hatte sich Dodon am Wahltag zuversichtlich gezeigt.
Seine Nachfolgerin im höchsten Staatsamt, Maia Sandu, hatte die Neuwahl eingeleitet, da zuvor die Regierungsbildung gescheitert war. Dodon warf Sandu vor, diese bewusst verhindert zu haben.