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"Ungeimpft" & Fackelmarsch: Proteste gegen Coronaregeln in Deutschland

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Von Euronews  mit AP, Twitter
Proteste gegen Coronaregeln in Frankfurt
Proteste gegen Coronaregeln in Frankfurt   -   Copyright  Boris Roessler/(c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten   -  

In mehreren Städten in Deutschland hat es an diesem Samstag Proteste der sogenannten "Querdenker" gegen die geltenden Coronaregeln und die vieldiskutierte mögliche Impfpflicht gegeben. In Frankfurt am Main kamen nach Polizeiangaben am Opernplatz und im Westend mehr als 2.000 Personen zusammen, die von den Sicherheitskräften wegen Verstößen gegen die Versammlungsauflagen aufgelöst wurden. 

Dabei setzte die Polizei - nachdem sie angegriffen wurde - trotz des nasskalten Wetters auch Wasserwerfer ein. Doch im Internet gab es viel Zuspruch für die Polizei Frankfurt.

Mehrere Protestierende wurden festgenommen, darunter eine Person, die einen gelben Stern mit der Aufschrift "ungeimpft" auf ihrer Jacke angebracht hatte.

Offenbar hatten auch rechtsextreme Gruppen und Reichsbürger zu den Protesten aufgerufen.

In Berlin, wo bereits strengere Coronaregeln in Kraft sind als in Hessen, kamen weit weniger Teilnehmende zu den Protesten. 

Allerdings gab es dort Angriffe gegen Journalist:innen, wie das Jüdische Forum berichtet.

Die umstrittensten Proteste führten am Freitagabend zum Wohnhaus von Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) - organisiert von den rechtsextremen "Freien Sachsen"  Diese sprechen von "Bürgerprotest", nennen Ministerpräsident Kretschmer (CDU) einen "Despoten" und treten mit Fackeln und Plakaten auf. 

Wie das ZDF berichtet, sagte der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU): "Dieser Fackelumzug ist organisierte Einschüchterung einer staatlichen Repräsentantin. Das erinnert mich an die dunkelsten Kapitel unserer deutschen Geschichte."

Das Video ihres Auftritts mit etwa 30 Personen stellen sie ins Internet.

Die Ministerin Petra Köpping selbst meint laut MDR, dass das keine Proteste seien, sondern organisierte Einschüchterungsversuche von Rechtsextremisten und Verschwörungsgläubigen, die leider viel zu oft vorkämen - vor Arztpraxen, an Impfzentren und Krankenhäusern, adressiert an Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und andere engagierte Menschen. Die 63-Jährige will sich von denen, die da auf die Straße gehen, nicht einschüchtern lassen.

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