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Harsche Wortwahl: Macron will 5 Millionen Ungeimpfte "nerven"

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Von Euronews  mit DPA/AP/AFP
Harsche Wortwahl: Macron will 5 Millionen Ungeimpfte "nerven"
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Explodierende Infektionszahlen und der Streit um den Umgang mit der 5. Welle stellen Frankreich vor die Zerreißprobe. Am Dienstag wurden mehr als 270.000 neue Covid-Fälle registriert - so viele wie noch nie. Und im Parlament kam es bei den Beratungen über die Verschärfung der Regeln für Ungeimpfte, den sogenannten Impfpass "pass vaccinal", erneut zum Eklat und zur Unterbrechung der Debatte.

Auslöser war die harsche Wortwahl des französischen Präsidenten, der in einem Interview mit der Zeitung "le Parisien" sagte, er sei bereit, die fünf Millionen ungeimpften Franzosen "bis zum bitteren Ende zu nerven".

Er gebrauchte dabei tatsächlich das umgangssprachliche Verb "emmerder". Die Opposition schäumte - dies sei seines Amtes unwürdig.

Johnson sieht keinen Grund zur Panik

Auch in Großbritannien erreichten die Neuinfektionen mit mehr als mehr als 218 000 Fällen einen neuen Rekord.

Doch Premierminister Boris Johnson sieht keinen Grund zur Panik. Man sei gewappnet, die aktuelle Infektionswelle ohne weitere Einschränkungen "durchzustehen".

Dank der fantastischen nationalen Anstrengungen verfüge Großbritannien jetzt über ein beträchtliches Maß an Schutz. Zusammen mit den Plan-B-Maßnahmen, die vor Weihnachten eingeführt wurden, könne man die Omikron-Welle überstehen, ohne das Land lahmzulegen.

Biden hat Paxlovid für bis zu 20 Millionen Patienten bestellt

Die USA, die am Dienstag mehr als eine Million Corona-Fälle registrierten, wollen die Bestellung des vielversprechenden Covid-19-Medikaments Paxlovid verdoppeln.

Man habe Pillen für bis zu 20 Millionen Patienten geordert, so US-Präsident Joe Biden. Der Kampf gegen die stark ansteckende Omikron-Variante verlaufe mehrgleisig, man könne und man müsse sich schützen.

Sein Appell: "Lassen Sie sich impfen, lassen Sie sich boostern, tragen Sie eine Maske!"

Peking setzt auf Null-Covid-Strategie

Derweil hält Peking eisern an seiner Null-Covid-Strategie fest. Drei asymptomatische Corona-Fälle genügten den chinesischen Behörden, um am Montag eine weitere Stadt mit fast 1,2 Millionen Einwohnern, Yuzhouder ostchinesischen Provinz Henan abzuriegeln.

Ähnliche Maßnahmen gelten bereits seit fast zwei Wochen in der chinesischen Metropole Xi'an, wo der Lockdown erst wieder aufgehoben werden soll, wenn es keine neuen Infektionen mehr gibt.

Seit mehr als einem Jahr ist es um die Pandemielage in der Volksrepublik deutlich besser bestellt als in vielen anderen Ländern. Landesweit wurden am Dienstag 108 neue Corona-Fälle gemeldet, die meisten davon in Xi'an. Im Vergleich zur Vorwoche sind die neuen Infektionen dort jedoch etwas zurückgegangen.