Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Französische Landwirte leiden unter den Folgen der Sanktionen

Access to the comments Kommentare
Von Euronews
Französische Landwirte leiden unter den Folgen der Sanktionen
Copyright  AP Photo   -  

In Frankreich machen sich Landwirte Sorgen um ihre Zukunft. Denn die Sanktionen, die der Westen infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine gegen Moskau verhängte, lassen die Energie- und Getreidepreise nach oben klettern.

Isabelle Leballeur züchtet auf einer Farm im Département Sarthe, im Nordwesten Frankreichs, Schweine und Hühner. Sie erklärt, dass sie die Auswirkungen auf die Betriebe bereits jetzt zu spüren bekommt. "Der Preis, zu dem wir unsere Hühner verkaufen, hat sich nicht wirklich verändert. Doch die Kosten für unsere Tiere sind aufgrund der erhöhten Getreide- und Rohstoffpreise um 50 Prozent gestiegen. Die Situation ist kaum auszuhalten."

Philippe Dutertre betreibt in der gleichen Region einen von seinen Eltern geerbten Bauernhof. Der Landwirt macht sich nun Gedanken, wie es kurz- und mittelfristig weitergehen wird. "Ich hoffe, dass die EU und die einzelnen Regierungen weiterhin eine starke Landwirtschaft möchten. Denn wir haben die Möglichkeiten, unsere Lebensmittel vor Ort zu produzieren, für die Menschen in der Region."

Frankreich hat unterdessen angekündigt, die Folgen des Ukraine-Kriegs mit einem 25 Milliarden Euro schweren Hilfsplan für Wirtschaft und Verbraucher abfedern zu wollen. Demzufolge solle auch die Landwirtschaftssektor entlastet werden, hier sind Hilfen von bis zu 400 Millionen Euro geplant, insbesondere für steigende Kosten für Futtermittel.

Premierminister Jean Castex will außerdem Firmen mit hohem Energieverbrauch sowie stark auf die Autonutzung angewiesene Bereiche unterstützen. Fischern soll ein Zuschuss von 35 Cent pro Liter Kraftstoff für ihre Kutter gewährt werden, zusätzlich zu einer Finanzspritze, die der Branchenverband der Fischer bereits angekündigt hat. Der Transportsektor soll pro Lkw einen Zuschuss von 1500 Euro zu den Tankkosten in den nächsten vier Monaten erhalten.

Die bereits während der Corona-Pandemie bewährte Kurzarbeitsregelung soll verlängert werden, ebenso die Liquiditätshilfe für Firmen mit Versorgungsproblemen.