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Ukraine: Hoffnung für Lebensmittelexporte - Sorge um Situation am AKW Saporischschja

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Von euronews
Die "Glory" verlässt den Hafen in Odessa.
Die "Glory" verlässt den Hafen in Odessa.   -   Copyright  Nina Lyashonok/ Associated Press   -  

Knapp eine Woche nach dem Ende der Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen sind weitere Schiffe mit Lebensmittelladungen ausgelaufen. Am Sonntag verließen vier Frachter die Häfen in Odessa und im nahegelegenen Tschornomorsk. Sie sollen in Istanbul kontrolliert werden, so das türkische Verteidigungsministerium. Zwei der Schiffe haben in der Türkei nur eine Zwischenstation. Sie sollen anschließend Sonnenblumenöl und Mehl nach China und Italien liefern.

Unterdessen erreichten zwei weitere Schiff die Kontrollstation Istanbul. Sie sollen Mais nach England und Irland bringen. Insgesamt haben seit Montag acht Frachter aus der Ukraine abgelegt.

Infrastrukturminister: Wollen Getreideexporte erhöhen

Zudem kam erstmals seit dem Beginn des Krieges wieder ein Schiff aus dem Ausland in einem ukrainischen Hafen an. Die Fulmar S soll in Tschornomorsk Getreide laden. Ziel sei es, den Verkehr an den ukrainischen Häfen innerhalb von zwei Wochen auf drei bis fünf Frachter pro Tag zu erhöhen, so Infrastrukturminister Olexander Kubrakow. Monatlich sollen in den Häfen bei Odessa drei Millionen Tonnen Agrarprodukte umgeschlagen werden.

Die Wiederaufnahme der Lebensmittelexporte sei ein Zeichen der Hoffnung sowie der Beweis dafür, dass Dialog möglich sei und konkrete Ergebnisse zum Wohle aller erreicht werden könnten, so Papst Franziskus beim Angelusgebet auf dem Petersplatz in Rom.

IAEA appelliert an Ukraine und Russland

Keine Entspannung gibt es am russischen besetzten Atomkraftwerk Saporischschja: Die Ukraine und Russland warfen sich erneut gegenseitig vor, das Gelände beschossen zu haben. Dabei wurden laut ukrainischen Angaben ein Lager für abgebrannten Kernbrennstoff und Sensoren zur Strahlenmessung getroffen.

Die Internationale Atomenergiebehörde forderte beiden Seiten dazu auf, ihr einen Zugang zum AKW zu verschaffen, damit Schäden von unabhängiger Seite inspiziert werden könnten.