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Wie Kunst in der Coronakrise neue Wege findet

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Wie Kunst in der Coronakrise neue Wege findet
Copyright  euronews   -   Credit: Dubai Tourism
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Trotz Coronakrise und der zeitweisen Zwangsschließung vieler Galerien wird weiterhin Kunst ausgestellt. Die Kunstszene findet neue Wege und blickt optimistisch in die Zukunft.

Die "Connor Brothers" und Straßenkünstler "Paparazzi" gehören zu den größten Namen der europäischen Kunst. Aktuell stellen sie zum ersten Mal in Dubai aus.

Der in Georgien geborene und auf Zypern lebende Straßenkünstler ist nur einer von vielen europäischen Künstlern, die die Kunstszene in Dubai prägen:

"Es ist eine gute Gelegenheit, meine Arbeit in einer großartigen Ausstellung hier in Dubai zu zeigen", meint Paparazzi. "Es macht sehr viel Spaß und es ist ein sehr großer Kontrast nach Zypern und nach Athen. Was ich jetzt mache, ist ein neuer Muralismus, aber meine Kunst hat immer noch Graffiti-Elemente. Ich werde nie aufhören, auf der Straße zu arbeiten, denn auf der Straße hat man eine starke Ausdruckskraft."

Neue Arbeitsweisen in der Kunstwelt

Einst als Vandalismus angesehen, hängen solche Arbeiten jetzt in den besten Museen und Galerien der Welt. Aber die Kunstwelt ist nur einer der kreativen Sektoren, die ihre Arbeitsweise anpassen müssen, denn aufgrund der Coronakrise haben viele Galerien vorübergehend geschlossen oder arbeiten nur nach Vereinbarung.

"Gerade wollen die Menschen nicht außer Haus gehen, aber sie wollen auch nicht aufhören, Kunst zu genießen", sagt Jasper Hope, Direktor Proscenium Arts. "Sie wollen neue Werke sehen. Ich persönlich glaube fest daran, dass die Kreativität noch lebendig ist und weitergeht."

Die Alserkal Avenue in Al Quoz ist Dubais Künstlerviertel. Eigentlich sollte hier gerade die erste Ausstellung im Nahen Osten des britischen Kunstduos 'The Connor Brothers' laufen. Anstatt sie zu verschieben, wird sie jetzt online gezeigt. Eine Premiere für die Künstler:

"An jedem Ort setzt man sich mit unseren Werken je nach der Kultur auf eine andere Art und Weise auseinander. Unsere Kunst wird immer anders wahrgenommen", erzählt Mike Snelle von "The Connor Brothers". "Das ist immer sehr spannend. Durch die Reaktionen bekommt man einen neuen Blick auf seine Arbeit. Wir freuen uns sehr darauf, unsere Arbeiten zu zeigen. Schade, dass wir nicht vor Ort sein können."

Und sein Künstler-Kollege James Golding meint: "Hoffentlich ist diese Situation ein zwar negatives, aber vorübergehendes Kapitel, das etwas Positives und Verrücktes hervorbringen wird."

Online-Schauen gegen reales Kunsterlebnis

Können Online-Ausstellungen mit dem realen Besuch einer Galerie mithalten? Dazu meint Jasper Hope:

"Da kann man die Kunst mit der Musik vergleichen. Man möchte die Ausstellung besuchen, wenn sie stattfindet, das gilt auch hier. Aber wenn das nicht geht, muss man sich anders behelfen. Wir nutzen die Technologie, um die Werke online zu zeigen, damit man das Kunsterlebnis nicht verliert. Das wird zurückkommen, es ist nur eine vorübergehende Situation."

In der Kunstwelt glaubt man optimistisch an eine Rückkehr zur Normalität. Das Geschäft läuft vorübergehen hinter geschlossenen Türen und online.