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SEVILLA: Das Tor nach Amerika

SEVILLA: Das Tor nach Amerika
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Um Sevilla und die zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten der Region besuchen zu können, bietet Andalusien allen Reisenden von außerhalb für Aufenthalte in geregelten Unterkünften zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2021 eine kostenlose Covid-19-Reiseversicherung an.

Schon in ihren Anfangszeiten war Sevilla eine Stadt der Zusammenkünfte und Fusionen. Land und Wasser sind sich dank des Guadalquivirs, der auf Latein Baetis genannt wurde, hier ganz nah. In Andalusien schufen Menschen, die von zwei unterschiedlichen Küsten des Mittelmeers stammten, einen der größten kulturellen Schmelztiegel überhaupt, und Sevilla ist, genauso wie das über den Fluss mit ihm verbundene Córdoba, ein glänzendes Beispiel dafür. Während der langen Stadtgeschichte war Sevilla ein sicherer Ort, an dem Menschen aus aller Welt träumen konnten. Einerseits hatten sie leichten Zugang zum Mittelmeer, andererseits konnten sie mithilfe des Guadalquivirs den Atlantik erreichen.

Einst war Sevilla Sitz einiger der mächtigsten Regierungen der Welt. Im Laufe der Zeit war die Stadt römisch, arabisch, andalusisch, geprägt von Renaissance, Barock und lateinamerikanischen Einflüssen und trug den Titel „Mariana“. Ihre Geschichte und Traditionen hatten sowohl auf die Bevölkerung vor Ort als auch auf Reisende Einfluss. Die Handelskultur, die sich dank der Docks entwickelte, beschleunigte das Leben in ganz Westeuropa. Handels- und Seeleute kamen von überallher nach Sevilla. An ihrem Höhepunkt war die Stadt ein strahlendes Zentrum für Ideen in allen Sprachen, das mit feinen Düften und Geschmäckern aus aller Welt zu begeistern wusste.

© Turismo Andaluz

Diese Vielfalt zeigt sich heute noch in den Gebäuden, die über die Jahrhunderte hinweg erhalten geblieben sind. Die einprägsamste Ansammlung – die Gruppe aus Kathedrale, Alcázar und dem Archivo General de Indias – wurde von der UNESCO zum Welterbe erhoben.

Wie viele Sehenswürdigkeiten in Andalusien zeigt die Kathedrale den einzigartigen Mix an Kulturen und die vielen Veränderungen der Region im Laufe der Zeit. Sie wurde 1401 über eine almohadische Moschee gebaut. Sie behielt jedoch den alten Orangenhof (Patio de los Naranjos) und das Minarett (genannt Giralda), sodass man die Baukunst beider heute noch bewundern kann. An der Spitze der Giralda steht die berühmte Giraldillo, eine als Wetterfahne fungierende Frauenstatue und Symbol der Stadt. Mit ihren fünf Kirchenschiffen und 25 Kapellen ist die Kathedrale eins der größten gotischen Gotteshäuser Europas. Der Prunk in ihrem Inneren macht sie zu einem Must-see für alle Reisenden. Außerdem beherbergt die Kathedrale Kunstwerke einiger der bekanntesten Maler Spaniens.

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Im Herzen der Stadt befindet sich auch der Real Alcázar, einer der ältesten Paläste der Welt, der heute noch in Benutzung ist. Wie auch die Kathedrale hat er sich im Laufe der Jahrhunderte verändert, seine Anfänge jedoch liegen im späten 11. Jahrhundert. Die Herrscher und königlichen Familien, die in diesem Palast gewohnt haben, haben ihre architektonischen Spuren hinterlassen. Der Patio de las Doncellas (Mädchen) mit seinen beeindruckenden Fliesenarbeiten ist einer seiner berühmtesten Innenhöfe. Auch den Patio de las Muñecas, den Innenhof der Puppen, zieren kunstfertige Säulen und Kapitelle. Diese einmaligen Orte machen den Palast zu einem majestätischen Zeugnis der kulturellen Koexistenz von West und Ost, die in Architekturkreisen als Mudéjarstil bekannt ist.

Die Kathedrale und der Alcázar zeigen, was für eine große Bedeutung Religion und Königshäuser in der Geschichte Sevillas hatten. Doch auch das Handelswesen hatte viel Einfluss auf die Stadt – wie das UNESCO-Welterbe Archivo General de Indias beweist. Es wurde während der Herrschaft Philipps II. erbaut und 1646 fertiggestellt. Zuerst diente es als ein Zentrum für Handelsleute, doch schnell verwandelte es sich in die zentrale Sammelstelle für alle Dokumente zu den spanischen Überseegebieten zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert. Das Steingebäude ist um einen Innenhof errichtet und hat zwei viereckige Schiffe mit Gewölben und einer gewaltigen Treppe. Ein Besuch lohnt sich allein schon für die Architektur, doch das Archiv ist auch eine unschätzbar wertvolle Quelle für Aufzeichnungen der europäischen Entdeckung und Kolonisierung Amerikas.

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Sevilla ist auch heute noch eine moderne, rastlose und kreative Stadt. Doch um sie genießen zu können, empfiehlt es sich, sie auf langsamen, schweigsamen Spaziergängen zu entdecken. Ihre angenehme und poetische Atmosphäre fesselt Reisende und versetzt sie in eine magische Welt voller Aromen, Schönheit und verschiedenster Gefühle. Sevilla ist auch der ideale Ort, um in einer der zahlreichen Tavernen oder im Rahmen eines Festivals die Küche und Bräuche Andalusiens kennenzulernen. In dieser mit Sehenswürdigkeiten gespickten Stadt lässt sich das Leben auf der Straße wie nirgendwo sonst genießen.