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Überleben lernen

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Oft zielt Bildung darauf ab, qualifizierte Arbeitskräfte auszubilden, um lokale Probleme zu bewältigen. Denn was nutzen Historiker, wenn ein Land darum kämpft, genügend Nahrungsmittel anzubauen? Deshalb werden Bildungsprogramme in vielen Ländern auf lokale Bedürfnisse abgestimmt. Wir schauen uns Projekte für Jugendliche an, die sich mit Umwelt- und sozialen Themen befassen.

Ecuador: Naturschutz auf den Galapagosinseln

Die Galapagosinseln sind für ihre Artenvielfalt und ihre Verbindung zu Charles Darwin berühmt. 2010 konnte die UNESCO die Inseln von der Roten Liste des gefährdeten Welterbes streichen. Ausbildungsprojekte für Jugendliche in den Themen Naturschutz, Umwelt und Ökologie haben ihren Teil dazu beigetragen. Vor 21 Jahren wurde von Eltern die Scalesia Foundation gegründet, um ihren Kindern eine Erziehung in nachhaltiger Entwicklung zu ermöglichen. Konfliktbewältigung ist nur ein Schritt im Bildungsprogramm, um ein guter Galapagos-Einwohner zu werden. Sein Land zu respektieren und zu schützen ist eines der Bildungsziele an dieser Schule.

Mehr Infos im Internet:

http://www.idealist.org/view/nonprofit/JkHgg2j2gN2D/

Burkina Faso: praxisbezogener Unterricht

Dédougou ist eine Stadt in der Sahelzone Afrikas. 80 Prozent der Einwohner sind Bauern. Ihr Einkommen ist abhängig vom Niederschlag. In dieser Region regnet es durchschnittlich vier Monate im Jahr. Für den Rest des Jahres müssen die Menschen eine andere Arbeit finden. Damit junge Menschen in diesem schwierigen Klima überleben können, muss sich auch die Bildung anpassen.

Eine Schule hat sich den regionalen Gegebenheiten angepasst. Aber dort werden nicht nur landwirtschaftliche Methoden unterrichtet. Der Lehrplan besteht aus einer Mischung von praktischen Fähigkeiten und klassischem Unterricht im Lesen und Schreiben. Die Ausbildung dauert drei Jahre und man braucht Disziplin, um durchzuhalten. Das trainiert die Jugendlichen für den Arbeitsalltag.

Mehr Infos im Internet:

http://www.youtube.com/watch?v=flD1vraeSro&list=UUcJGsGauW79fZRfpsUPaOrg&index=1&feature=plcp

http://www.afrik.com/article9016.html

Kiribati: den Klimawandel bewältigen

Der Inselstaat Kiribati gehört zu den gefährdetsten Ländern der Welt, da die Atolle durch den steigenden Meeresspiegel erodiert werden. Die Menschen erleben eine langsame, aber stetige Katastrophe, die ihre Heimat bedroht. Trinkwasser ist knapp und fruchtbare Anbauflächen werden immer weniger.

Zusammen mit der EU finanziert UNICEF ein Hilfsprogramm für gefährdete Gemeinden. Sie unterstützen die Einwohner bei der Bewirtschaftung, Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Inselflächen. Außerdem stattet UNICEF Jugendliche mit Computern und Internetzugängen aus, damit sie mit Menschen auf der ganzen Welt kommunizieren und ihre Erlebnisse austauschen können. Auf dem UNICEF Pacific Youtube Kanal sind mehr als 100 Videos zu sehen, die Jugendliche in Karibati produziert haben.

Mehr Infos im Internet:

http://www.unicef.org/infobycountry/kiribati_57819.html

http://www.unicefpacific.org