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Amnesty International kritisiert Misshandlungen von Flüchtlingen an syrisch-türkischer Grenze

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Amnesty International kritisiert Misshandlungen von Flüchtlingen an syrisch-türkischer Grenze

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Amnesty International hat Misshandlungen von syrischen Flüchtlingen durch türkische Behörden an der Grenze kritisiert. Die Menschenrechtsorganisation lobte zwar die Aufnahme von 1,6 Millionen syrischen Schutzsuchenden durch die Türkei. Amnesty bemängelte in einem in Istanbul vorgestellten Bericht aber, es sei gefährlich und schwierig geworden, aus Syrien in die Türkei einzureisen.

Andrew Gardner von Amesty International sagte, ein Flüchtlng habe etwa berichtet, er habe dreimal an einem Tag versucht, die Grenze zu überqueren und sei jedesmal geschlagen worden. Erst beim vierten Mal sei ihm der Grenzübertritt gelungen. In 17 voneinander unabhängigen Berichten sei davon gesprochen worden, dass türkische Grenzschützer Flüchtlinge erschossen hätten, alle Vorfälle hätten sich zwischen Dezember vergangenen Jahres und August dieses Jahres ereignet.

Amnesty lobte, dass die Türkei 220.000 Hilfesuchende in Lagern untergebracht habe und außerdem kostenlose Krankenversorgung für alle Flüchtlinge zur Verfügung stelle. Scharfe Kritik richtete Amnesty an die internationale Gemeinschaft: “Nicht weniger als beschämend” sei deren Reaktion auf die schlimmste Flüchtlingskatastrophe seit Jahrzehnten, hieß es.