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"Scandalus maximus" in Rom weitet sich aus

Der Mafia-Skandal in Rom zieht immer weitere Kreise. Demonstranten in der italienischen Hauptstadt forderten jetzt den Rücktritt der Stadtverwaltung

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Der Mafia-Skandal in Rom zieht immer weitere Kreise. Demonstranten in der italienischen Hauptstadt forderten jetzt den Rücktritt der Stadtverwaltung und Neuwahlen. Ermittlungen der Polizei hatten ans Licht gebracht, dass eine kriminelle Gruppe Italiens Hauptstadt jahrelang faktisch mitregiert hat. Ein Foto zeigte auch den amtierenden Bürgermeister Ignazio Marino mit einem der Beschuldigten. “Ich hatte keine beruflichen Kontakte mit ihm, kein Treffen, weder vor noch nach meinem Amtsantritt,” versicherte Marino. Die Polizei hat seine Unschuld inzwischen bestätigt. Dafür geht u.a. aus abgehörten Telefongesprächen hervor, dass sein Vorgänger Gianni Alemanno eine zentrale Rolle bei den kriminellen Machenschaften gespielt hat, so die Ermittler. Die Flucht des rechtsextremen Hauptverdächtigen Massimo Carminati konnten die Beamten im letzten Moment verhindern. Die Mafia in Rom machte offenbar Millionen mit der Unterbringung von Flüchtlingen und der Manipulation von öffentlichen Aufträgen. Insgesamt wird gegen einhundert Menschen ermittelt, darunter auch enge Mitarbeiter des Bürgermeisters.