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Verschollen, abgeschossen: 2014, ein schwarzes Jahr für Malaysia Airlines

Ein schlimmes Jahr für Malaysia Airlines. Die malaysische Fluggesellschaft verliert zwei Flugzeuge, hunderte Passagiere sterben. Zwei Dramen mit

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Verschollen, abgeschossen: 2014, ein schwarzes Jahr für Malaysia Airlines

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Ein schlimmes Jahr für Malaysia Airlines. Die malaysische Fluggesellschaft verliert zwei Flugzeuge, hunderte Passagiere sterben. Zwei Dramen mit unterschiedlichen Umständen, doch beide sind ähnlich rätselhaft. Während die erste Boeing verschollen bleibt, ist unklar, wer die zweite abgeschossen hat.

MH370, MH17. Zwei Flüge, zwei Dramen, eine vom Pech verfolgte Fluggesellschaft. Am 8. März 2014 verschwindet der Flug MH370 der Malaysia Airlines spurlos vom Radarschirm – nur eine Stunde nach ihrem Start in Kuala Lumpur. Die 227 Passagiere sind mit dem 12-köpfigen Personal auf dem Weg nach Peking, wo sie jedoch niemals ankommen werden. Die Fluggesellschaft hat nun die schwierige Aufgabe, die Angehörigen über das Verschwinden der Maschine zu informieren.

Es beginnt eine nie dagewesene Suche in der Geschichte der zivilen Luftfahrt. Wie lange diese andauert, ahnt zu der Zeit noch niemand. Nach 16 Tagen wendet sich der malaysische Ministerpräsident an die Familien: Alle Hoffnung sei verloren. Die Maschine sei im Indischen Ozean versunken. Trotz der kostspieligsten Suchaktion der Geschichte gibt es neun Monate später immer noch keine Spur vom Flugzeugwrack. Mehrmals wollen es die Suchteams zu Wasser und zu Luft gesichtet haben – jedes Mal ist es falscher Alarm.

Vier Monate später das nächste Drama für die malaysische Fluggesellschaft: Das Flugzeug MH17 der Strecke von Amsterdam nach Kuala Lumpur stürzt über der Ostukraine ab – Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen prorussischen Rebellen und ukrainischen Soldaten. Armee und Separatisten beschuldigen sich gegenseitig, die Maschine abgeschossen zu haben. Klarheit besteht heute nur über die Ursache – den Raketenbeschuss. Ein aufgezeichnetes Telefongespräch belastet die prorussischen Rebellen.

Die Aufständischen im Donbass übergeben am 21. Juli 2014 die Blackboxen an die Experten der malaysischen Behörden, nachdem ihnen mehrmals vorgeworfen wurde, die Arbeit der internationalen Inspektoren zu behindern. Die Untersuchung der niederländischen Experten dauert weiter an. Das Land hat bei dieser Katastrophe die meisten Todesopfer zu beklagen. Von fast 300 Toten sind nahezu 200 Niederländer.