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"Charlie Coulibaly": Französischer Humorist Dieudonné wegen Relativierung des Terrors verurteilt

“Ich fühle mich wie Charlie Coulibaly”. Für diese Worte hat ein französisches Gericht eine Geldstrafe von 30.000 Euro gegen den umstrittenen

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"Charlie Coulibaly": Französischer Humorist Dieudonné wegen Relativierung des Terrors verurteilt

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“Ich fühle mich wie Charlie Coulibaly”. Für diese Worte hat ein französisches Gericht eine Geldstrafe von 30.000 Euro gegen den umstrittenen Humoristen Dieudonné verhängt.

Den Satz – eine Verbindung aus der Solidaritätsparole “Je suis Charly” und dem Nachnamen des Supermarktattentäters Amédy Coulibaly – hatte Dieudonné nach den Anschlägen von Paris auf seiner Facebook-Seite geschrieben. Der Eintrag wurde bald wieder zurückgezogen.

Die Richter befand den Prominenten nun für schuldig, die Anschläge damit relativiert zu haben.

Sein Mandant habe lediglich dessen Gefühle ausdrücken wollen, als er sagte, er sei ein Humorist, werde aber wie ein Terrorist behandelt, so der Anwalt Diedonnés. Das sei nachvollziehbar, nach 81 Verfahren gegen ihn innerhalb von sechs Monaten. Es ist legitim, sich dann verfolgt zu fühlen. Zudem habe sein Mandant die Anschläge vor Gericht ausdrücklich verurteilt.

Gegen den in Frankreich weithin bekannten Komiker wird immer wieder wegen mutmaßlich antisemitischer Aussagen ermittelt.

Die jüdische Bevölkerung war eines der Ziele der Terroranschläge von Paris.