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Wegen Ukrainekrise: Litauen führt Wehrpflicht wieder ein

Litauen will wegen der Krise in der Ukraine vorübergehend wieder die Wehrpflicht einführen. Dies beschloss der Nationale Verteidigungsrat.

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Litauen will wegen der Krise in der Ukraine vorübergehend wieder die Wehrpflicht einführen. Dies beschloss der Nationale Verteidigungsrat am Dienstag. Ein entsprechendes Gesetz soll noch im März im Parlament eingebracht werden. Litauen hatte 2008 die Wehrpflicht abgeschafft. Es grenzt an die russische Exklave Kaliningrad. Dort gibt es eine starke russische Militärpräsenz. Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite begründete die Entscheidung:

“Heute erfordert die geopolitische Lage eine schnellstmögliche Stärkung unserer Streitkräfte. Das muss in den kommenden Jahren passieren. Deshalb hat der Nationale Verteidigungsrat beschlossen, für fünf Jahre die Wehrpflicht wiedereinzuführen. Die Wehrpflicht wird neun Monate dauern und etwa 3.500 Staatsbürger werden eingezogen werden”, erklärte Grybauskaite.

Das benachbarte Lettland erwägt, die Stärke der Streitkräfte um 2.000 bis 7.000 Mann zu erhöhen. Estland, das zu den wenigen Nato-Mitgliedstaaten gehört, die noch eine allgemeine Wehrpflicht haben, betonte die Bedeutung der Nato-Präsenz in den baltischen Staaten.