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Zum ersten Mal in Europa: Capas Farbfotos

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Zum ersten Mal in Europa: Capas Farbfotos

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Es ist eine Premiere in Europa: Zum ersten Mal zeigt eine Ausstellung in Budapest die Farbfotos Robert Capas. Der berühmte ungarische Kriegsfotograf

Es ist eine Premiere in Europa: Zum ersten Mal zeigt eine Ausstellung in Budapest die Farbfotos Robert Capas. Der berühmte ungarische Kriegsfotograf hat seit den Vierzigerjahren bis zu seinem Tod 1954 regelmäßig Farbfilme benutzt. Im Zweiten Weltkrieg setzte er sie noch spärlich ein, später dann immer häufiger. Einige dieser Fotos wurden in Magazinen abgedruckt, die meisten blieben unveröffentlicht. Über die Jahre geriet dieser Teil von Capas Arbeit fast in Vergessenheit.

1913 wurde Capa als Endre Friedmann in Budapest geboren. 1931 zog er nach Berlin, von wo er zwei Jahre später wegen der Nazis zunächst nach Frankreich und dann nach New York floh. Er gehört zu den Mitbegründern der Fotoagentur Magnum.

Kulturstaatsminister Peter Hoppal: “Für die ungarische Regierung ist es wichtig, der Welt künstlerisch wertvolle Fotos aus Ungarn zu zeigen und deutlich zu machen, wie die Visionen ungarischer Künstler die Geschichte des 20. Jahrhunderts mitgestaltet haben.”

Die Ausstellung umfasst berühmte Portraits bekannter Persönlichkeiten wie Humphrey Bogart, Pablo Picasso, Enerst Hemingway, Ingmar Bergman oder Roberto Rossellini.

Die Bilder brachten aber auch das Leben einfacher Menschen von überall auf der Welt zu Lesern in Europa und Amerika. Sie unterschieden sich deutlich von den Kriegsfotografien, die Capas frühe Karriere dominierten.

Capa starb, als er während des Ersten Indochinakriegs auf eine Landmine trat. Dort war er für das Life Magazine als Reporter unterwegs.

Die Ausstellung ist noch bis zum 20. September in Budapest zu sehen.

Website der Ausstellung im Robert Capa Contemporary Photography Centre