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Schuldenstreit mit Athen: Spitzenvertreter wollen bis zum EU-Gipfel weiterverhandeln

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras will heute Vormittag um 9.00 Uhr erneut mit Spitzenvertretern der Geldgeber über Reform- und

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Schuldenstreit mit Athen: Spitzenvertreter wollen bis zum EU-Gipfel weiterverhandeln

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Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras will
heute Vormittag um 9.00 Uhr erneut mit Spitzenvertretern der Geldgeber über Reform- und Sparmaßnahmen beraten. Die Gespräche hatten bis in die frühen Morgenstunden gedauert.

Weil die Spitzen noch immer keinen gemeinsamen Rahmen abstecken konnten, waren die Verhandlungen in Brüssel, die auf mehreren Ebenen laufen, ins Stocken geraten. Die Finanzminister vertagten ihre Verhandlungen ebenfalls, nach nur 90 Minuten.

“Es ist immer wichtig, die Sache am Laufen zu halten, und ehrlich gesagt auch um der Welt zu zeigen, dass es uns ernst ist mit dem Versuch ein Abkommen zu erreichen”, so der finnische Finanzminister Alexander Stubb. “Natürlich ist es jetzt kurz vor Schluss, aber für mich ist das keine Zeitverschwendung.”

Die Expertengruppen, die im Hintergrund zuarbeiten, setzten ihre erste Sitzung auf 6 Uhr morgens an. Bis zum Nachmittag will man Ergebnisse, denn dann beginnt der EU-Gipfel.

Die Einigung auf eine Paket ist Voraussetzung für die Auszahlung von 7,2 Milliarden Euro blockierten Hilfen.

Euronews-Reporterin Efi Koutsokosta: “Hart und brutal, so empfindet die griechische Seite die neuen Forderungen der Institutionen, wie es aus Regierungskreisen heißt. Die griechischen Vorschläge waren zunächst weitgehend genug, eine gute Atmosphäre herzustellen, doch die Gläubigerinstitutionen wollen mehr. Kurz vor der Frist vom 30. Juni bewegt sich alles auf einen Showdown zu.”