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Atomverhandlungen in Wien: Einigungsfrist bis 7. Juli verlängert

Bei den Atomgesprächen mit dem Iran stehen nach Einschätzung von US-Präsident Barack Obama noch harte Verhandlungen bevor. Ob es zu einem Erfolg komme, hänge von Teheran ab, sagte Obama.

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Atomverhandlungen in Wien: Einigungsfrist bis 7. Juli verlängert

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Die Frist für eine Einigung bei den Atomverhandlungen mit dem Iran ist bis zum 7. Juli verlängert worden.

Meinung

Es liegen noch harte Verhandlungen vor uns

Darauf haben sich in Wien die 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) und der Iran nach Angaben des US-Außenministeriums verständigt.

Zuvor hatte es immer mehr Anzeichen für Fortschritte gegeben. Im Kern geht es um die Gewissheit, dass der Iran keine Atombombe baut.

Teheran fordert die unverzügliche Aufhebung der Wirtschaftssanktionen.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte in Wien:

“Die Gespräche bleiben in Bewegung und sie gehen in die richtige Richtung. Einige Fragen bleiben noch offen. Dabei handelt es sich weniger um rein technische als um verfahrenstechnische Fragen.”

Die von den Teilnehmern selbst gesetzte Frist wäre in der Nacht zum Mittwoch abgelaufen. US-Präsident Barack Obama erklärte in Washington:

“Es liegen noch harte Verhandlungen vor uns. Ich sage es noch einmal: Es ist an der iranischen Delegation zu entscheiden, ob sie den Anforderungen der internationalen Gemeinschaft entsprechen möchte oder nicht. Dabei geht es in erster Linie um angemessene, genaue und konsequente Möglichkeiten einer Beurteilung, ob die Produktion einer Atomwaffe ausgeschlossen werden kann. “

Die 5+1-Gruppe will mit Teheran die ausschließlich friedliche Nutzung der Atomkraft vertraglich absichern.

Dazu müsste das iranische Atomprogramm deutlich reduziert werden, unter anderem durch die Begrenzung der Möglichkeiten zur Urananreicherung.