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Wikileaks: NSA spionierte französische Finanzminister aus

Die USA haben Frankreich offenbar deutlich stärker ausspioniert, als bisher bekannt war. Die Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentliche jetzt

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Wikileaks: NSA spionierte französische Finanzminister aus

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Die USA haben Frankreich offenbar deutlich stärker ausspioniert, als bisher bekannt war. Die Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentliche jetzt gemeinsam mit der französischen Internetzeitung Mediapart weitere angebliche Geheimdokumente des US-Geheimdienstes NSA.

Demnach bespitzelten die Spione nicht nur französische Unternehmen, sondern auch die ehemaligen Pariser Finanzminister Francois Baroin und Pierre Moscovici. Die beiden waren nacheinander von 2011 bis 2014 im Amt. Außerdem sollen weitere hochrangige Beamte sowie der französische Botschafter in den USA bespitzelt worden sein.

Laut Wikileaks forderte die NSA zudem die Geheimdienste Australiens, Großbritanniens, Kanadas und Neuseelands dazu auf, Informationen über französische Exportverträge zu sammeln.

Erst vergangene Woche sorgten die Enthüllungen, dass die NSA mindestens drei französische Präsidenten abgehört hat, für Empörung in Paris. Außerdem wurde bekannt, dass die NSA auch die EU bespitzelt. Pierre Moscovici, inzwischen EU-Währungskommissar, schrieb damals bei Twitter: “Sollte die NSA mich ausspioniert haben, verlange ich eine Erklärung von den USA. Eine Bespitzelung unter Verbündeten und Freunden ist nicht akzeptabel.”

Mediapart kündigte derweil an, dass noch weitere Dokumente veröffentlicht würden.

Wikileaks mit den Frankreich-Enthüllungen
Mediapart