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Streit über vorgezogene Regionalwahl in Katalonien

In Spanien sorgt die geplante vorgezogene Regionalwahl in Katalonien für neuen politischen Zündstoff. Ministerpräsident Mariano Rajoy sagte, die Wahl

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Streit über vorgezogene Regionalwahl in Katalonien

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In Spanien sorgt die geplante vorgezogene Regionalwahl in Katalonien für neuen politischen Zündstoff. Ministerpräsident Mariano Rajoy sagte, die Wahl sei keine Abstimmung über eine Unabhängigkeit Kataloniens. Es werde nur ein neues Regionalparlament gewählt. “Niemand wird Spanien auseinanderreißen”, sagte Rajoy. “Niemand wird die Bürgern von Katalonien zu Ausländern in ihrem eigen Land machen. Einige Menschen versuchen das gerade. Aber die Regierung lässt die Bürger von Katalonien nicht alleine.“

Unterschiedliche Interpretationen

Der Regierungschef von Katalonien, Artur Mas, hatte gestern Wahlen für den 27. September angesetzt. Bei einem Sieg will er innerhalb von acht Monaten einseitig die Unabhängigkeit erklären.
„Wenn wir am 27. September nicht gewinnen, wird Regierungschef Rajoy nicht zögern, zu sagen, dass die Mehrheit der Katalanen eine Unabhängigkeit ablehnt. Deshalb ist es nur logisch für uns zu sagen, dass umgekehrt eine Mehrheit für uns gleichzeitig ein „Ja“ für die Unabhängigkeit bedeutet“, sagte Mas.

Katalonien ist die wirtschaftsstärkste Region Spaniens. Dort gibt es seit Jahren Unabhängigkeitsbestrebungen. Im vergangene November hatte es bereits eine Bürgerbefragung über eine Abspaltung gegeben. Μehr als 80 Prozent hatten damals für eine Unabhängigkeit gestimmt. Allerdings hatte noch nicht einmal die Hälfte der Einwohner an der Befragung teilgenommen.