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Mindestens 40 Zivilisten sterben durch saudi-arabische Luftangriffe im Jemen

Bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition im Norden des Jemens sind 36 Menschen, vermutlich ausschließlich Zivilisten

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Mindestens 40 Zivilisten sterben durch saudi-arabische Luftangriffe im Jemen

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Bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition im Norden des Jemens sind 36 Menschen, vermutlich ausschließlich Zivilisten, getötet worden. Die Bomben hatten ein Werk zur Produktion von Trinkwasser in der Provinz Hajjah getroffen.

Auch die von den schiitischen Huthi-Rebellen kontrollierte jemenitische Hauptstadt Sanaa wurde von der Koalition bombadiert. Dabei sollen mindestens vier Zivilisten ums Leben gekommen sein.

Ein Augenzeuge berichtet: “Eine Bombe schlug um 10.30 Uhr hier ein. Wir sind rausgerannt und haben gesehen, dass sie ihre Bomben auf Zivilisten geworfen haben. Es waren keine Huthi-Rebellen hier, sie haben Zivilisten beschossen.”

Mit Unterstützung der USA bombardiert Saudi-Arabien an der Spitze einer vorwiegend sunnitischen Militärkoalition seit März die schiitische Huthi-Miliz im Jemen. Dabei kommt es immer wieder zu zivilen Opfern. Insgesamt sollen während des Krieges im Jemen bereits mehr als 4300 Menschen ums Leben gekommen sein.

In Aden wurde der Sicherheitschef von einem vorbeifahrenden Motorrad aus erschossen. Al-Qaida wird dieses Anschlags verdächtigt.

Die Hafenstadt Aden ist seit Juli wieder in der Hand von Regierungstruppen, die dem nach Saudi-Arabien geflohenen Präsidenten Abu-Rabbu Mansour Hadi die Treue halten. 5.000 neue Kämpfer werden hier gerade für die offizielle Armee des Jemen ausgebildet, um den Norden von den mutmaßlich von Teheran unterstützen Huthi-Rebellen zurückzuerobern.

In den vergangenen Monaten verzeichneten die schiitischen Huthis nach Kämpfen mit regierungstreuen Truppen Geländeverluste im Süden des Jemen. Sie kontrollieren aber immer noch weite Teile im Norden.