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Ungarn stoppt Migranten nicht mehr: Budapest wirft Deutschland „widersprüchliche“ Haltung zu Migranten vor

Nach der Verschärfung der Kontrollen an der österreichisch-ungarischen Grenze haben sich auf der Autobahn von Budapest nach Wien bis zu 50 Kilometer

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Ungarn stoppt Migranten nicht mehr: Budapest wirft Deutschland „widersprüchliche“ Haltung zu Migranten vor

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Nach der Verschärfung der Kontrollen an der österreichisch-ungarischen Grenze haben sich auf der Autobahn von Budapest nach Wien bis zu 50 Kilometer lange Staus gebildet. Um Migranten in Lastwagen und Kleinbussen ausfindig zu machen und Schlepperbanden zu stoppen, wurden zahlreiche Fahrzeuge durchsucht. Innerhalb weniger Stunden wurden nach offiziellen Angaben fünf mutmaßliche Schleuser aufgegriffen.

Die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner betonte am Montagvormittag noch einmal, dass es sich nicht um Grenzkontrollen handelt, sondern um eine gezielte polizeiliche Fahndung nach Schleppern:

“Wenn man Menschenleben rettet und Schlepper effektiv bekämpfen will, müssen wir derartige Staus und Behinderungen auch in Kauf nehmen”, sagte Mikl-Leitner.

Nachdem am Budapester Ostbahnhof die Polizei die Migranten nicht mehr aufhält, stürmten hunderte die Züge in Richtung Österreich. An der ungarisch-österreichischen Grenze in Hegyeshalom wurden zwei überfüllte Züge stundenlang angehalten. Nachdem ein Ersatzug bereitgestellt worden war, konnten die Migranten ihre Fahrt fortsetzen.

Die ungarische Regierung hatte Deutschland vorgeworfen, unter den syrischen Flüchtlingen enorme Hoffnungen geweckt zu haben, nachdem sie die Regelung ausgesetzt hatte, dass Flüchtlinge aus Syrien wieder in das Land der Erstregistrierung in der EU zurückgebracht werden müssen. Ein Regierungssprecher forderte die Bundesregierung auf, ihre “intransparente und widersprüchliche Lage zu beenden”.