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Tumulte in Bicske: Ungarn stoppt Migrantenzug auf Provinzbahnhof

In Bicske rund 40 Kilometer westlich von Budapest, haben die ungarischen Behörden einen Zug mit Migranten angehalten. Sie versuchen sie dazu zu

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Tumulte in Bicske: Ungarn stoppt Migrantenzug auf Provinzbahnhof

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In Bicske rund 40 Kilometer westlich von Budapest, haben die ungarischen Behörden einen Zug mit Migranten angehalten. Sie versuchen sie dazu zu bewegen, sich im nahegelegenen Erstaufnahmelager registrieren zu lassen, wie es geltendes EU-Recht vorsieht.

Meinung

Wir sind keine Kriminellen, wir haben das Recht, diese Grenze zu überqueren

Es kam zu tumultartigen Szenen. Aufgebrachte Migranten warfen sich auf die Bahngleise, die Polizei räumte die Gleise.

30 Migranten folgten der Aufforderung, sich registrieren zu lassen, die restlichen gut 400 verblieben im Zug. Die Waggons wurden von der Polizei umstellt. Sie setzt offenbar auf eine Zermürbungstaktik.

Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) bestellte den ungarischen Botschafter János Perényi zur Aussprache ins Bundeskanzleramt. Asyl sei ein Menschenrecht in allen EU Ländern, so Faymann.

Die zumeist syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge befürchten, dass man sie ausbremst, kurz bevor sie ihr Traumziel erreichen: Deutschland.

“Wir sind keine Tiere, keine Kriminellen, wir haben das Recht, die Grenze zu überqueren. Wir gehen nach Deutschland. Wir haben für die Fahrkarten bezahlt”, meint ein Flüchtling.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban forderte Deutschland auf, syrischen Flüchtlingen Visa auszustellen. Wenn Deutschland sie wirklich eingeladen habe, sollte es ein Visum ausstellen, und wenn sie in Besitz eines Visums seien, dürften sie ausreisen. Ungarn halte sich bislang an die Regel, dass kein Flüchtling ausreisen dürfe, ohne dass er vorher registriert worden sei, sagte Orban.

Viele Syrer verweigerten aber die Registrierung in Ungarn, weil sie nach Deutschland wollen.