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Flüchtlinge und Migranten auf der Balkanroute: München empfängt 13.000 an einem Tag


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Flüchtlinge und Migranten auf der Balkanroute: München empfängt 13.000 an einem Tag

Auch am Samstag sind wieder tausende Menschen Richtung Mittel- und Westeuropa weitergezogen. In München kamen allein am Samstag rund 13.000 Flüchtlinge und Migranten an. Erstaufnahmeeinrichtungen geraten dort nun an ihre Grenzen, die Stadt bat die deutsche Bundesregierung um Unterstützung.

Der größte Teil kommt weiterhin über Ungarn und Österreich. Rund 6600 überschritten am Samstag die österreichisch-ungarischen Grenze bei Nickelsdorf. Vort dort aus geht es über Wien oder Salzburg weiter.

In Syrien gebe es keine Aussicht auf ein Ende des Krieges, sagt ein junger Syrer in Wien: “Das Leben dort ist unmöglich, vor allem in meiner Stadt, Aleppo. Seit drei Jahren gibt es keinen Strom und kein fließendes Wasser. Wir holen das Wasser aus Brunnen. Es gibt kein Internet, nichts. Kein Leben.”

Ein anderer Mann kommt mit seiner Familie aus dem Irak: “Weil die Situation dort so schlecht ist. Es war sehr schwer, Arbeit zu finden. Und die Radikalen haben eine großen Teil des Landes eingenommen. Deshalb haben wir beschlossen, das Risiko einer Reise einzugehen, um in Deutschland oder einem anderen Land Asyl zu beantragen.”

Eine der wichtigsten Routen führt unverändert über die Türkei und die griechischen Inseln. In Lesbos nahe der türkischen Küste arbeiten inzwischen UN-Notfallhelfer.

5000 Ankömmlinge könne die Insel gut beherbergen heißt es, derzeit seien es aber deutlich mehr. Zur Entlastung werden die Flüchtlinge und Migranten deshalb weiterhin regelmäßig per Schiff zum Festland gebracht.

Und auch im Süden wagen Menschen weiter die Überfahrt von Nordafrika Richtung Europa. Ein französisches Marineschiff nahm zuletzt 140 in Seenot geratene Flüchtlinge und Migranten auf dem Mittelmeer auf und brachte sie nach Sizilien.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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