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EU-Innenminister streiten über Verteilung von Flüchtlingen

Über die geplante Umverteilung von 120.000 Flüchtlingen innerhalb Europas gibt es weiterhin große Unstimmigkeiten. Die Innenminister der EU kamen

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EU-Innenminister streiten über Verteilung von Flüchtlingen

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Über die geplante Umverteilung von 120.000 Flüchtlingen innerhalb Europas gibt es weiterhin große Unstimmigkeiten. Die Innenminister der EU kamen bereits zum zweiten Mal binnen weniger als zehn Tagen zu Beratungen in Brüssel zusammen. Die Botschafter der 28 hatten sich kurz vor dem Treffen vergeblich um einen Kompromiss bemührt.

Meinung

"Die Aufnahme kann nicht gelingen, wenn wir signalisieren, dass wir bereit sind, sofort die ganze Welt aufzunehmen"

“Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag, der des Konsenses bedarf”, so der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn, der auch für Asylfragen zuständig ist. “Wir wollen die Umverteilung von 120.000 Menschen.” Frankreichs Innenminister Bernard Cazaneuve kritisierte Deutschland, ohne es allerdings beim Namen zu nennen: “Wir müssen den Zustrom steuern, die Aufnahme kann aber nicht gelingen, wenn wir signalisieren, dass wir bereit sind, sofort die ganze Welt aufzunehmen.”

Offen ist unter anderem welche Länder neben Griechenland und Italien durch die Verteilung entlastet werden sollen. Auch gibt es in einigen Mitgliedsländern entschiedenen Widerstand gegen verpflichtende Quoten.

“Mit einem Kompromiss würden die Minister den Weg für die Staats- und Regierungschefs frei machen, die bei ihrem für Mittwoch geplanten Gipfel dann über Kontrollen an den EU-Außengrenzen und über Hilfen für die Staaten in Nahost entscheiden könnten, die Hunderttausenden Schutz gewähren”, sagt unser Korrespondent Sandor Zsiros.