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Flüchtlingskrise: Konflikt zwischen Kroatien und Serbien

In Kroatien spitzen sich die Flüchtlingskrise und der Konflikt mit dem Nachbarland Serbien zu. Nach Angaben des kroatischen Innenministeriums

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Flüchtlingskrise: Konflikt zwischen Kroatien und Serbien

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In Kroatien spitzen sich die Flüchtlingskrise und der Konflikt mit dem Nachbarland Serbien zu.

Nach Angaben des kroatischen Innenministeriums erreichten allein im Laufe des Dienstags rund 9.000 Migranten das Land, die meisten von ihnen kamen über die serbisch-kroatische Grenze.

Innerhalb einer Woche seien damit insgesamt 30.000 Menschen in Kroatien eingetroffen.

Die zentrale Erstaufnahmeeinrichtung Opatovac gilt seit dem Wochenende als überfüllt.

Von dort aus hoffen die Neuankömmlinge auf Passagen nach Ungarn und weiter in Richtung Westeuropa.

Am Grenzübergang Batrovci schwelt der Konflikt zwischen Kroatien und Serbien weiter.

Die Regierung in Belgrad beschuldigte das Nachbarland, mit der Schließung von Grenzübergängen in der Flüchtlingskrise «eine Art Handelskrieg» und «wirtschaftliche Aggression» zu betreiben.

Das serbische Außenministerium kritisierte laut Medienberichten, das habe es nur zu Zeiten der Jugoslawienkriege in den 90er Jahren gegeben.

Kroatien hatte den Grenzübergang auf der Transitroute E70 zwischen Belgrad und Zagreb am Dienstagabend nur für Lastwagen geöffnet, die verderbliche Lebensmittel geladen hatten.

Aus Wut darüber blockierten Lkw-Fahrer den Übergang komplett auch für Personenwagen.

Kroatien will Serbien mit der Schließung der Übergänge zwingen, nicht länger Zehntausende Flüchtlinge an die gemeinsame Grenze zu bringen.

Serbien kündigte nicht näher erläuterte «Gegenmaßnahmen» ab Mitternacht an.