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Yahoo spaltet Alibaba doch nicht ab, sondern sich selbst - keine Milde von der Steuer

Der lange schon strauchelnde Internet-Pionier Yahoo trennt sich nun doch nicht von seinem milliardenschweren Anteil an dem chinesischen

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Yahoo spaltet Alibaba doch nicht ab, sondern sich selbst - keine Milde von der Steuer

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Der lange schon strauchelnde Internet-Pionier Yahoo trennt sich nun doch nicht von seinem milliardenschweren Anteil an dem chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba.

Dafür spaltet Yahoo, von seinen Aktionäre unter Druck gesetzt, sein Kerngeschäft mit Suchmaschinen und Werbung ab. Es dürfte an der Börse mit bis zu 4,5 Milliarden Euro bewertet werden. Das bisherige Unternehmen soll nur noch aus der Alibaba-Beteiligung bestehen. Gleichzeitig werde ein neues Unternehmen gegründet, in das alle anderen Geschäfte eingebracht würden. Die Aktien dieser neuen Firma sollten dann unter den “alten” Yahoo-Anteilseignern aufgeteilt werden. Der US-Mobilfunkanbieter Verizon hat bereits erklärt, sich dieses Unternehmen genau anzusehen, sollte es zum Verkauf stehen.

Yahoo hatte ursprünglich vorgehabt, seine Alibaba-Beteiligung zu verkaufen und den Erlös von geschätzt gut 27 Milliarden Euro an seine Aktionäre ausschütten. Die US-Steuerbehörde (Internal Revenue Service, IRS) hatte aber abgelehnt, dem Vorhaben Steuerfreiheit zuzugestehen.

Das einstige Pionier-Unternehmen hatte es auch unter der seit 2012 amtierenden Chefin Marissa Mayer nicht geschafft, verlorenen Boden gegenüber Google und Facebook wiedergutzumachen, trotz mehrerer Übernahmen und eines Konzern-Umbaus. Die Werbeerlöse schwächeln, obwohl Yahoo nach wie vor mehrere hundert Millionen Nutzer in seinen Web-Diensten wie E-Mail oder die Fotoplattform Flickr hat.

su mit Reuters