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Präsidenten-Suche im Libanon: Christliche Erzrivalen einigen sich

Im Libanon bahnt sich durch einen Schulterschluss zweier christlicher Politiker ein Ende des mehr als eineinhalbjährigen Machtvakuums an. Samir

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Im Libanon bahnt sich durch einen Schulterschluss zweier christlicher Politiker ein Ende des mehr als eineinhalbjährigen Machtvakuums an.

Meinung

Wir werden nicht böswillig handeln

Samir Geagea, Chef der prowestlichen Partei “Forces Libanaises” versicherte überraschend seinem bisherigen Erzrivalen Michel Aoun die Unterstützung im Ringen um das Präsidentenamt.

Der 80-Jährige Aoun steht der antiwestlichen Partei “Freie Patriotische Bewegung“ vor und gilt als Wunschkandidat der schiitischen Amal-Bewegung sowie der Hisbollah:

“Ich hoffe, das die Wahl reibungsfrei verlaufen wird. Wenn das passiert, werde ich alle Libanesen unterstützen und wir werden nicht böswillig handeln.”

Im Libanon gibt es 18 anerkannte Religionsgemeinschaften, unter denen die politische Macht verteilt wird. So muss das Staatsoberhaupt maronitischer Christ sein, und der Parlamentspräsident schiitischer Muslim.

Bislang konnten sich das westlich orientierte Parteienbündnis “Allianz des 14. März“ und die prosyrische “Allianz des 8. März” nicht auf einen Nachfolger für den bisherigen Amtsinhaber Michel Suleiman einigen.

Mehrere Dutzend Abstimmungen im Parlament scheiterten, weil nicht die erforderliche Mindestzahl von Abgeordneten zusammenkam.