Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Präsidenten-Suche im Libanon: Christliche Erzrivalen einigen sich

Access to the comments Kommentare
Von Euronews
Präsidenten-Suche im Libanon: Christliche Erzrivalen einigen sich

<p>Im Libanon bahnt sich durch einen Schulterschluss zweier christlicher Politiker ein Ende des mehr als eineinhalbjährigen Machtvakuums an.</p> <p>Samir Geagea, Chef der prowestlichen Partei “Forces Libanaises” versicherte überraschend seinem bisherigen Erzrivalen Michel Aoun die Unterstützung im Ringen um das Präsidentenamt.</p> <p>Der 80-Jährige Aoun steht der antiwestlichen Partei “Freie Patriotische Bewegung“ vor und gilt als Wunschkandidat der schiitischen Amal-Bewegung sowie der Hisbollah:</p> <p><em>“Ich hoffe, das die Wahl reibungsfrei verlaufen wird. Wenn das passiert, werde ich alle Libanesen unterstützen und wir werden nicht böswillig handeln.”</em></p> <p>Im Libanon gibt es 18 anerkannte Religionsgemeinschaften, unter denen die politische Macht verteilt wird. So muss das Staatsoberhaupt maronitischer Christ sein, und der Parlamentspräsident schiitischer Muslim.</p> <p>Bislang konnten sich das westlich orientierte Parteienbündnis “Allianz des 14. März“ und die prosyrische “Allianz des 8. März” nicht auf einen Nachfolger für den bisherigen Amtsinhaber Michel Suleiman einigen.</p> <p>Mehrere Dutzend Abstimmungen im Parlament scheiterten, weil nicht die erforderliche Mindestzahl von Abgeordneten zusammenkam.</p> <blockquote class="twitter-tweet" lang="en"><p lang="en" dir="ltr">“Lebanon's parliament has … failed to elect a president 28 times since May 2014.” <a href="https://t.co/VaxFnPyqxN">https://t.co/VaxFnPyqxN</a> Is this not a failed state?</p>— Ryan Sheales (@RyanSheales) <a href="https://twitter.com/RyanSheales/status/689348903934623744">January 19, 2016</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>