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Ecuador: Hilfe für Erdbebenopfer


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Ecuador: Hilfe für Erdbebenopfer

Nach dem Erdbeben in der Küstenregion Ecuadors vor einer Woche und mehreren Nachbeben ist die internationale Hilfe angerollt. Mehr als 25.000 Menschen leben in Notunterkünften. Nach mehr als 150 Vermissten wird noch gesucht. Über 580 Menschen wurden bei dem Beben getötet.

Vor den Hilfszentren stehen Tausende Schlange. Mariana Mendez und ihre Kinder haben das Erdbeben überlebt. Sie wartet in Manta vor der Essensausgabe. Sie erzählt: “Wir haben kein Wasser, keinen Strom und nichts Richtiges zu essen. Alles ist kaputt. Es gehen keine Busse, die Autos sind beschädigt, wir können nirgendwo hin, und für die Kinder habe ich nichts zum Anziehen, die Häuser sind alle eingestürzt.”

Alejandro Lopez Chicheri vom Welternährungsprogramm sagt: “Wir sind in Manta, wo die Lage am schlimmsten ist. Die Regierung von Ecuador und die Streitkräfte arbeiten hier zusammen mit den Hilfsorganisationen. Wir versuchen dort zu helfen, wo das Erdbeben den größten Schaden angerichtet hat. Wir brauchen noch weitere Notunterkünfte, und sind dabei diese aufzustellen, in den kommenden Wochen werden wir Hunderttausenden Menschen helfen können.”

Das Beben der Stärke 7,8 hatte am Samstagabend vor allem einen rund 100 Kilometer breiten Küstenstreifen westlich der Hauptstadt Quito getroffen.

Das Epizentrum des Bebens befand sich in unmittelbarer Nähe des Ortes Manta im Meer:

Der russische Präsident Wladimir Putin hat ebenfalls seine Hilfe zugesagt. Russland werde einen Stromgenerator, Zelte und 25 Tonnen Lebensmittel per Flugzeug senden, teilte Putin am Donnerstag (Ortszeit) über die russische Botschaft in Quito mit. Die Hilfsgüter sollten am Freitag ankommen. Auch die USA und viele andere westliche Länder schicken Hilfe.

Der bolivianische Präsident Evo Morales sandte ein drittes Flugzeug mit Lebensmitteln für die Erdbebenopfer. Er will in der kommenden Woche die Krisenregion besuchen. Der Präsident des benachbarten Kolumbien, Juan Manuel Santos, will am Sonntag nach Ecuador reisen und eine Spende seines Volkes übergeben.

Ecuadors Staatschef Rafael Correa sagte bei einem Besuch der betroffenen Küstenprovinz Esmeraldas, das Land brauche “enorme Kraft” für den Wiederaufbau. Dieser werde Jahre dauern und Milliarden von Dollar kosten.

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