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Brasilien: Dammbruch vor Gericht

Brasiliens Generalstaatsanwaltschaft hat zwei Konzerne wegen der schwersten Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes verklagt. Die

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Brasilien: Dammbruch vor Gericht

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Brasiliens Generalstaatsanwaltschaft hat zwei Konzerne wegen der schwersten Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes verklagt. Die Verantwortlichen sollen 38 Milliarden Euro Schadenersatz zahlen.

Nach einem Dammbruch im November 2015 waren 19 Menschen gestorben, ein Dorf verschüttet und ein Flusstal verseucht worden.

Nun sollen das brasilianische Unternehmen Vale, der australisch-britische Bergbaukonzern BHP und ihr Joint Venture Samarco für die Säuberungsarbeiten aufkommen und den entstandenen Schaden ersetzen.

Die zivilrechtliche Klage richte sich auch gegen zwei Bundesstaaten, so brasilianische Bundesanwälte. Die Bundesstaaten Minas Gerais und Espírito Santo haben sich laut Staatsanwaltschaft durch laschen Umgang mit Sicherheits- und Umweltstandards mitschuldig gemacht.

Eine Klage der brasilianischen Regierung hatten das Bergbauunternehmen Samarco sowie Samarcos Eigner BHP Billiton und Vale im März durch Schadenersatzzahlungen von umgerechnet 4,7 Milliarden Euro beigelegt. Zivilklagen und Strafermittlungen wurden durch das Abkommen nicht abgedeckt.

su mit Reuters