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Kinder in Idomeni: Schule unter der Zeltplane

Im improvisierten Flüchtlingslager in Idomeni harren weiterhin mehr als 10.000 Menschen aus. Die Flüchtlinge hoffen immer noch darauf, dass die

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Kinder in Idomeni: Schule unter der Zeltplane

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Im improvisierten Flüchtlingslager in Idomeni harren weiterhin mehr als 10.000 Menschen aus. Die Flüchtlinge hoffen immer noch darauf, dass die Grenze zu Mazedonien sich öffnet und sie weiterreisen können. Die griechische Polizei überwacht jeden Tag die Essensausgabe. Ansonsten kommt es schnell zu Handgemengen und Gewalt. Amir aus Syrien klagt: “Die Grenze ist zu und es gibt nichts zu essen.”

Freiwillige Helfer haben vor einem Monat ein Kulturzentrum eröffnet, das auch als Schule dient. Sie arbeiten mit den Flüchtlingen zusammen. Jeden Tag kommen mehr als 100 Kinder. Es gibt auch Kurse für Erwachsene. Der Unterricht ist eine willkommene Abwechslung vom tristen Lageralltag. “Derzeit haben sie nicht sehr viele Perspektiven. Es ist also wichtig, dass sie die Möglichkeit bekommen sich abzulenken und sich auf Lernen und Bildung zu konzentrieren,” so eine Freiwillige aus Deutschland.

Rund die Hälfte der Menschen in Idomeni sind Kinder. Sie leiden sehr unter den katastrophalen Zuständen. Ein Clown aus Spanien versucht sie ein wenig aufzumuntern: “Wir können an der Situation nichts ändern, aber wir können ihnen ein wenig Energie geben und sie zum Lachen bringen. Das ist, glaube ich, sehr wichtig.”

Die griechischen Behörden wollen das Camp räumen. Falls dies eintritt, soll das Kulturzentrum in ein anderes Flüchtlingslager verlegt werden.