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UN-Weltnothilfegipfel in Istanbul: Innovative Strategien für Entwicklungshilfe?

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UN-Weltnothilfegipfel in Istanbul: Innovative Strategien für Entwicklungshilfe?

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Beim ersten UN-Weltnothilfegipfel in Istanbul kommen rund 6000 Vertreter von Staaten und internationalen Organisationen zusammen. Sie wollen in den kommenden beiden Tagen Entwicklungshilfestrategien erarbeiten, die die mehr als 125 Millionen notleidenden Menschen weltweit sowohl kurz- als auch langfristig unterstützen können.

Der stellvertretende UN-Generalsekretärs Jan Eliasson sprach von einem “Weckruf” für Unterstützung, der UN-Nothilfekoordinator Stephen O’Brien von einem nötigen “Wendepunkt” in der internationalen Führungspolitik.

Stephen O’Brien, UN-Nothilfekoordniator, sagte zur Eröffnung des Treffens:
“Das Ausmaß der Not zwingt uns bessere und innovativere Lösungen zu finden. Wenn wir das jetzt versäumen, werden wir Generationen von Menschen zu einem Leben verurteilen, das nicht ohne Leiden sein wird.”

Er schätzt den finanziellen Nothilfebedarf in diesem Jahr auf 25-30 Milliarden US-Dollar, um die nötigsten Bedürfnisse von Menschen in Not weltweit zu decken.

Der deutsche Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) mahnte, dass Geldgeber ihre finanziellen Zusagen für Nothilfe in Krisengebieten einhalten müssten. Deutschland will bis 2018 2,3 Millarden Euro zur Verfügung stellen, allein in diesem Jahr sollen es 1,2 Millarden sein.

Im Vorfeld hagelte es Kritik am Gipfel – es werden kaum konkrete Ergebnisse und Verpflichtungen erwartet. Hilfsorgansiationen wie “Ärzte ohne Grenzen” kritisierten den Gipfel als ein “Feigenblatt” und sagten ihre Teilnahme ab.

Unser Korrspondent Bora Bayraktar berichtet direkt aus Istanbul:
“Der erste UN-Nothilfegipfel versucht, eine Lösung für die grundlegenden Bedürfnisse von Millionen Migranten zu finden. Außerdem geht es um den Zugang zu Bildung für Millionen von Kindern und die Nachhaltigkeit solcher Bestrebungen.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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