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Mit Sport gegen die Radikalisierung Jugendlicher

Redaktion Brüssel

Mit Sport gegen die Radikalisierung Jugendlicher

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Sport in der Gruppe kann die Radikalisierung Jugendlicher verhindern und zur Entradikalisierung beitragen, wissen Fachleute. Auf Initiative des britischen Europaabgeordneten Syed Kamall kamen in Brüssel zwei Mannschaften junger Fußballerinnen und Fußballer aus London mit zwei Mannschaften aus dem als Radikalen-Hochburg verrufenen Stadtteil Molenbeek zusammen.

“Man wollte mich dazu überreden, in Syrien zu kämpfen, man bot mir Geld an”, berichtet Azzedine Benfama, der heute als Coach arbeitet. “Man schlug mir vor, mich im Namen Allahs zu töten. Weil ich wusste, dass das nicht wahr sein kann, holte ich mir hier in Molenbeek bei den Imamen Rat.”

Zu den Kindern und Jugendlichen aus London, die Mitglieder des Fußballclubs TUFF sind, zählt auch Iqra: “Wir sind mehr als ein Team, wir sind wie eine Familie. Wir bekommen Unterstützung, was uns Rückhalt gibt. Man hilft uns bei den Hausaufgaben, beim Training, bei allem.”

Syed Kamall, der zugleich Vorsitzender der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer ist, erläutert, dass die Mannschaften aus Großbritannien zwei Projekte einer Stiftung sind, die die Bezeichnung The Unity of Faith Foundation trägt: “Die Projekte im Westen Londons verhindern, dass sich die jungen Leute dort radikalisieren. Project Foot hier in Molenbeek hat das gleiche Ziel. Es sind nicht die Abgeordneten des Europaparlaments, des britischen Parlaments oder des belgischen Bundesparlaments, die eine Lösung suchen, sondern die Gemeinschaften vor Ort.”

Bei den Fußballerinnen war es die Mannschaft aus London, die siegte, bei den Jungen aber triumphierten die Belgier.

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