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"Liebe Eltern" - wie junge Leute in der eigenen Familie für die EU werben

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"Liebe Eltern" - wie junge Leute in der eigenen Familie für die EU werben

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Großbritanniens extrem knappes Referendum über die EU-Mitgliedschaft hat nicht nur das Land, sondern auch Familien gespalten.

Oft gibt es eine große Kluft zwischen den Generationen.
Ein Beispiel dafür sind die Schwestern Isabelle (34) und Emilia O’Carroll.
Die beiden haben einen Brief an ihre Eltern geschrieben, um zu versuchen, deren Pro-Brexit-Meinung zu verändern. Der Vater und die Mutter stehen für die vielen älteren Briten, die der EU den Rücken kehren wollen.

Meinungsforscher haben herausgefunden, dass die Mehrheit der Menschen über 55 gegen Brüssel stimmen wollen, während 69 Prozent der Briten unter 35 sich für den Verbleib in der EU entscheiden wollen.

Die Schwestern O’Carroll haben eine lange E-Mail an ihre Mutter verfasst, um die Brexit-Argumente der Mum zu widerlegen. Isabelle O’Carroll ist Journalistin und hat ihre Ansichten auf Twitter öffentlich gemacht.

Die Mutter argumentierte, die EU sei ein föderaler Superstaat und verhalte sich diktatorisch.

Die junge Journalistin antwortet: “Ihr habt natürlich das Recht auf Eure eigene Meinung, und es ist besser, diese Dinge zu diskutieren, eine gutes Streitgespräch ist gesünder, als nichts zu sagen.
Aber wir machen uns beide Sorgen, dass Ihr bestimmte Fakten und Wahrheiten vor dieser wichtigen Entscheidung übersehen könntet, die viel mehr Einfluss auf uns und unsere Kinder haben wird als auf Euch.”

Sie kritisiert die schwachen Argumente der EU-Gegner und zitiert auch die Argumente von Baroness Warsi, die die Brexit-Kampagne verlassen hat.

Im Gespräch mit euronews sagt O’Carroll: “Unsere Mutter ist Französin, unser Vater ist Ire, mein Großvater mütterlicherseits floh mit der Familie aus dem Iran in den 1910er Jahren vor religiöser Verfolgung. Wir sind eine Familie von Einwanderern, die von einem vereinten Europa profitiert haben.

Die Generation meiner Eltern profitiert von der Rente mit 60 und von anderen Dingen wie bezahlbaren Wohnungen, kostenloser Bildung , kostenloser Gesundheitsversorgung, die es für uns nicht mehr gibt oder die in Gefahr sind.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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