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Spanien: Wahlsieg für Konservative, aber schwierige Regierungsbildung

Die konservative Volkspartei PP hat die Parlamentswahl in Spanien gewonnen.

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Spanien: Wahlsieg für Konservative, aber schwierige Regierungsbildung

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Die konservative Volkspartei PP hat die Parlamentswahl in Spanien gewonnen. Eine absolute Mehrheit verpasste die Partei des geschäftsführenden Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und wird deshalb auf einen Koalitionspartner angewiesen sein: Die Situation ähnelt also jener nach der Wahl im Dezember. Eine Regierungsbildung war in der Folge fehlgeschlagen, sodass die Neuwahl nötig wurde.

“Wir haben die Wahl gewonnen und genau aus diesem Grund das Recht erlangt, zu regieren. Es ist wichtig, dem spanischen Volk zu einhundert Prozent zu dienen: Den Menschen, die für uns gestimmt haben und den Menschen, die nicht für uns gestimmt haben”, sagte Rajoy.

Die Konservativen erhielten 33 Prozent der Stimmen, die Sozialisten kamen auf 22,7 Prozent, das Linksbündnis Unidos Podemos auf 21,1 Prozent und die liberale Partei Ciudadanos auf 13,1 Prozent.

Zu den detaillierten Ergebnissen…

Im Vergleich zur Wahl im Dezember gewann die PP 14 Sitze hinzu, die Sozialisten verloren hingegen fünf. Deren Generalsekretär Pedro Sanchez zeigte sich angesichts des Ergebnisses enttäuscht, betonte aber, seine Sozialisten hätten ihre Stellung als führende Partei des linken Spektrums verteidigt.

In Vorhersagen war prognostiziert worden, die Sozialisten müssten Unidos Podemos den Vortritt lassen. Doch das Linksbündnis verzeichnete anders als erwartet kaum Zugewinne und verpasste den angestrebten Wahlsieg deutlich.

Die liberale Partei Ciudadanos verlor acht Sitze und zieht mit 32 Mitgliedern ins Parlament ein. Der Vorsitzende Albert Rivera betonte, er sei zu Koalitionsgesprächen mit Konservativen und Sozialisten bereit. PP-Chef Rajoy hatte im Wahlkampf die Option einer großen Koalition mit den Sozialisten genannt, diese hatten sich dagegen ausgesprochen.