Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Explosionen in Istanbul: Türkische Regierung vermutet IS-Miliz hinter Flughafen-Anschlag

welt

Explosionen in Istanbul: Türkische Regierung vermutet IS-Miliz hinter Flughafen-Anschlag

Werbung

Die Türkei ist erneut von einem schweren Anschlag erschüttert worden. Im Instabuler Flughafen Atatürk kamen bei mehreren Explosionen mindestens 36 Menschen ums Leben, fast 150 wurden verletzt.

Gegen 22 Uhr Ortszeit sprengten sich zwei Selbstmordattentäter nahe der Sicherheitsschleusen am internationalen Terminal in die Luft. Ein dritter Attentäter zündete seinen Sprengstoff offenbar auf einem der Parkplätze vor dem Flughafen.

Augenzeugen berichten, dass mindestens einer der Männer zuvor im Terminal wild um sich schoss.

“Erst haben wir Schüsse, dann Schreie gehört und alle fingen an zu rennen, ungefähr eine Minute später kam es dann zur Explosion”, erklärt ein junger Mann.

Ein anderer berichtet: “Ich bin auf den Flughafen zugelaufen und plötzlich hörte ich eine Explosion. Ich habe Frauen und Kinder gesehen, die weinten und um sich riefen. Sicherheitsbeamte waren vor Ort. Ich sah Leute mit zerrissenen Kleidern. Am Anfang habe ich nicht begriffen, dass es wegen der Explosion war.”

Video: Selbstmordattentäter im Atatürk-Flughafen

Bislang hat niemand die Verantwortung für den Anschlag übernommen. Ministerpräsident Binali Yıldırım besuchte den Flughafen noch in der Nacht. Erste Hinweise deuten ihm zufolge auf IS-Dschihadisten als Urheber hin:

“Die Ermittlungen unserer Sicherheitsorgane haben ergeben, dass der Terroranschlag von der IS-Miliz ausgeführt wurde. Es gab keinerlei Sicherheitsmängel am Flughafen”, erklärte Yıldırım.

Die meisten Opfer sind offiziellen Angaben zufolge türkische Staatsbürger, allerdings sollen sich auch Ausländer unter den Toten befinden.

Der Flugverkehr wurde inszwischen wieder aufgenommen. Der Atatürk-Flughafen ist vom Passagieraufkommen der drittgrößte Flughafen Europas.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel