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Schwache Weltkonjunktur verdirbt deutschen Exporteuren das Geschäft

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Schwache Weltkonjunktur verdirbt deutschen Exporteuren das Geschäft

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Die deutschen Exporteure haben im Mai die schwache Weltkonjunktur zu spüren bekommen.

Sie verkauften 1,8 Prozent weniger als im Vormonat, so das Statistische Bundesamt. Das ist der kräftigste Rückgang seit August 2015. Damit endete eine Mini-Serie von drei Anstiegen in Folge.

Ökonomen hatten (laut “Reuters”) wieder mit einem Zuwachs gerechnet – 0,25 Prozent.

“Die deutschen Exporte schleppen sich träge durchs Jahr”, hieß es dazu beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), (Außenhandelschef Volker Treier). “Außerhalb der EU gibt es aufgrund weltweiter Krisen und niedriger Ölpreise kaum Wachstumspotenziale.”

Die schwachen Ausfuhren signalisieren, dass die Wirtschaft nach dem starken Jahresauftakt im Frühling erheblich an Schwung verloren haben dürfte – zumal im Mai auch die Produktion schrumpfte und die Industrieaufträge stagnierten.

“Alle Indikatoren signalisieren eine deutliche Verlangsamung”, sagte ING-Ökonom Carsten Brzeski, Frankfurt)

DekaBank-Experte Andreas Scheuerle, Frankfurt, schließt nicht aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal sogar geschrumpft sein könnte.

Auch die Aussichten für die zweite Jahreshälfte haben sich mit dem Brexit-Votum der Briten verdüstert. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK, Berlin, rechnet für die nächste Zeit mit einem kräftigen Rückgang der Exporte nach Großbritannien. Einer DIHK-Umfrage zufolge wollen viele der 5.600 befragten Unternehmen bei Töchtern in Großbritannien nun bei Personal und Investitionen kürzen. “In Großbritannien müssen schnellstmöglich Entscheidungen getroffen werden, um wieder Stabilität zu schaffen”, forderte der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton Börner, Berlin. “Für die deutsche Wirtschaft bedeutet jede Verzögerung und die zusätzlich lange Verhandlungszeit Unsicherheit.”

Die weiteren Aussichten: Eher düster, wenigstens auf dem für die deutschen Exporteure drittwichtigsten Markt der Welt – Großbritannien nach den Vereinigten Staaten und Frankreich.

Im vergangenen Jahr gingen Waren und Güter im Wert von knapp 90 Milliarden Euro dorthin.

Etwas besser fällt die Exportbilanz im Vergleich zum Vorjahresmonat aus: Die Unternehmen setzten Waren im Wert von 97,2 Milliarden Euro im Ausland ab, das waren 1,6 Prozent mehr als im Mai 2015. Die Exporte in die EU-Länder legten dabei um 2,1 Prozent zu. Die Ausfuhren in die Staaten außerhalb der Europäischen Union – wie etwa die weltgrößten Volkswirtschaften USA und China – nahmen dagegen nur um 0,9 Prozent zu. Die Importe wuchsen um 0,1 Prozent zum Vormonat. Die Exporte übertrafen die Importe kalender- und saisonbereinigt um 22,2 Milliarden Euro.

su mit Reuters, dpa

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