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Menschenhandel, Kinderarbeit, Misshandlung, Vergewaltigung, Sklaverei - Flüchtlingsschicksale

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Menschenhandel, Kinderarbeit, Misshandlung, Vergewaltigung, Sklaverei - Flüchtlingsschicksale

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Mehr als 1,2 Millionen Menschen waren 2015 auf der Flucht vor Armut und Krieg; sie hofften auf Sicherheit in Europa. Die Flucht hält an, aber wir wissen alle, bei weitem nicht alle kommen bis an unsere Grenzen. Allein in der Türkei leben 2,7 Millionen syrische Flüchtlinge, aber wegen des sehr komplizierten Arbeitsrechts dürfen nur wenige in der Türkei arbeiten, diese Last wird mehr und mehr von syrischen Kindern getragen, die zum Teil nur 9 Jahre alt. Sie gehen nicht zur Schule, und ihre Aussicht auf eine Ausbildung verschlechtert sich von Tag zu Tag. Vor dem Krieg hatte Syrien eine Alphabetisierungsrate von 95 Prozent. Was geht uns das an? Wir kaufen hier Kleidung und Schuhe, die in der Türkei hergestellt werden. Europäische Unternehmen haben bisher kaum auf die Ausbeutung syrischer Kinder dort reagiert. Sie arbeiten viele Stunden und werden schlecht bezahlt. Örtliche NGOs melden außerdem, das Kinder misshandelt, manchmal sogar sexuell missbraucht werden.

Wer es tatsächlich bis nach Europa schafft, hat sich oft einer Schlepperorganisation bedient. Wer dann aber Pech hat, wird Opfer von Menschenhändlern. Offizielle britische Regierungsstatistiken melden nur 10 bis 13.000 Opfer von Menschenhandel. Inoffizielle Quellen sprechen von bis zu 80.000 – welche Quelle ist glaubwürdiger? Unser Reporter hat mit Menschen gesprochen, die auch ein besseres Leben gesucht haben. Wo? In Großbritannien, das von vielen Migranten für ein El Dorado gehalten wird. Nur, sie wurden verschleppt, in die Sklaverei, sei es Arbeit oder sogar Sex. Im Januar hat Europol bestätigt, das ungefähr 10.000 unbegleitete Kinder innerhalb der letzten zwei Jahre in Europa verschwunden sind. Manche mögen bei Freunden oder Verwandten angekommen sein, aber einige dürften in die Hände von Menschenhändlern gefallen sein. 2015 gab es eine deutliche Spitze bei den Zahen, aber auch wenn sie 2016 gesunken sind, es geht weiter. Die Befürchtung ist gerechtfertigt, das viele Flüchtlinge und Migranten in die Hände von Menschenhändlern fallen werden, die nur darauf warten, Geld zu machen mit diesen Verbrechen an der Menschlichkeit.

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