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Nekton Mission untersucht den Atlantik


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Nekton Mission untersucht den Atlantik

In den Meerestiefen rund um das Bermuda-Dreieck begutachten Forscher den Zustand des Atlantiks. Die Nekton Mission gilt als die bislang umfangreichste und intensivste Untersuchung des Ozeans, mit HD-Kameras und einem U-Boot, das in bis zu 150 Meter Tiefe abtaucht, um Meeresgrund und Korallenriffe zu beobachten.

Oliver Steeds, Missionsleiter: “Der Ozean verändert sich so schnell wie seit Millionen Jahren nicht. Momentan wissen wir nicht, wie gesund und belastbar das Meer ist. Wir brauchen viel mehr Forschungs-Missionen wie diese. Und das ist ein großes Problem. Milliarden werden ausgegeben, um das Weltall zu erkunden, aber kaum etwas fließt in die Unterwasserforschung, obwohl das so wichtig für die Menschheit ist.”

Untersucht wird die chemische und biologische Zusammensetzung und die Artenvielfalt. Reichlich vorhanden sind Feuerfische, die eigentlich im Indischen Ozean und im Roten Meer beheimatet ist. Dafür ist die Zahl der hier heimischen großen Meerestiere gesunken.Verantwortlich dafür ist der Mensch.

Alex Roger, Biologe, Oxford Universität: “Wenn man das Ökosystem des Meeres zu sehr ausbeutet, kann es Jahrzehnte dauern, bis es sich davon erholt hat. Und das gilt für flaches Wasser. Da kann man sich vorstellen, was passiert, wenn man mit einem Fischkutter durch das Korallenriff fährt Jahrhunderte vergehen, bis es sich erholt hat, wenn es sich überhaupt je erholt.”

Nekton ist eine im Vereinigten Königreich ansässige Wissenschafts- und Forschungsstiftung, die sich für die
Erkundung der Tiefsee engagiert. Die Atlantikmission soll noch bis Mitte August laufen. Von Bermuda geht es dann weiter nördlich bis vor die Küste Kanadas.

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