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VW-Dieselskandal -...und zahlt und zahlt und zahlt

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VW-Dieselskandal -...und zahlt und zahlt und zahlt

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Die Dieselkrise lässt Volkswagen nicht los. Im zweiten Quartal muss der Konzern wieder einen Milliardenbetrag für die Folgekosten des Abgasskandals zurücklegen.

Unter dem Strich sackte das Konzernergebnis der ersten sechs Monate um 38 Prozent ab auf 3,46 Milliarden Euro. Als neuen Puffer für juristische Risiken aus dem Skandal um Diesel-Manipulationen musste Volkswagen aus seinem Gewinn weitere 1,6 Milliarden Euro herausrechnen.

Zuvor hatten die gesamten Rückstellungen für den Skandal 16,2 Milliarden Euro betragen. Auch für Folgekosten aus den Problemen mit Airbags des Zulieferers Takata und für drohende Kartellstrafen wegen Preisabsprachen in der Nutzfahrzeugbranche musste das Unternehmen zusammen mehr als eine halbe Milliarde Euro Rücklagen bilden.

Der Konzernumsatz stieg im abgelaufenen Quartal um rund zwei Prozent auf knapp 57 Milliarden Euro.

Die wichtige, aber renditeschwache Kernmarke VW-Pkw findet im Schatten der Abgas-Affäre langsam zurück in die Spur. Die Hausmarke um Golf und Passat erreichte im zweiten Quartal des laufenden Jahres
808 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit). Zwar liegt dieser Wert klar unter den 914 Millionen Euro aus dem zweiten Viertel des Vorjahres. Jedoch war das Startquartal für die Kernmarke unter dem Druck der Abgas-Affäre mit nur 73 Millionen Euro Ebit noch weit enttäuschender verlaufen. Im Schlussquartal 2015 hatte VW-Pkw sogar Verluste gemacht.

Im zweiten Quartal erzielte VW eine operative Rendite von 2,9 Prozent und schnitt damit deutlich besser ab als zu Jahresfang. Damals blieben mickrige 0,3 Prozent Betriebsgewinn vom Umsatz hängen, Ende 2015 hatte sogar ein Verlust zu Buche gestanden. “Mit der jetzt erreichten Marge ist VW zurück auf dem Niveau der Profitabilität von 2013”, sagte Arndt Ellinghorst vom Londoner Analysehaus Evercore ISI.

Bei der Ertragskraft müsse sich VW allerdings noch deutlich verbessern, um zur Konkurrenz aufzuschließen. “Peugeot und Renault sind in dem Bereich fünf bis sechs Prozent. Sogar Fiat ist profitabler als die Marke VW”, fügte Ellinghorst hinzu. Sein Kollege Schwope pflichtete dem bei: “VW hat noch einen langen und steinigen Weg vor sich.”

Insgesamt lieferte der Konzern bis zur Jahresmitte 5,12 Millionen Fahrzeuge aus und behauptete damit seine Position als weltweit absatzstärkster Autobauer vor Toyota.

su mit dpa, Reuters

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